Kenia

Ärzte ohne Grenzen befürchten Flüchtlingsstrom

Mit den Kräften am Limit: Die "Ärzte ohne Grenzen" warnen vor einem neuen Flüchtlingsstrom im kenianischen Flüchtlingslager Dadaab. Er könnte die Versorgung der Menschen zum Erliegen bringen.

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Somalische Flüchtlinge in Dadaab: Droht eine neue Welle?

Somalische Flüchtlinge in Dadaab: Droht eine neue Welle?

© Boris Roessler / dpa

ADDIS ABEBA/NAIROBI. Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" warnt vor verheerenden Folgen weiterer Flüchtlingsströme nach Kenia. Im weltweit größten Flüchtlingslager Dadaab sei die Versorgung der Menschen kaum noch zu gewährleisten, teilte die Organisation am Freitag in Nairobi mit.

Einsatzleiterin Elena Velilla sagte: "Die Unterstützung, die hier in Dadaab geleistet werden kann, ist jetzt schon am Limit." Zudem sei die Sicherheitssituation in den Camps weiterhin prekär.

Velilla: "Wir würden nicht in der Lage sein, auf eine weitere Notsituation zu reagieren, wenn es zu einem neuen Ansturm von Flüchtlingen kommen sollte."

Die Helfer in Dadaab befürchten, dass zahlreiche weitere Somalier in die Lager strömen werden. Die kenianische Regierung hatte kürzlich alle Asylsuchenden im Land aufgefordert, Städte und Dörfer zu verlassen und sich stattdessen in Camps niederzulassen.

Grund ist die Zunahme von Terroranschlägen und Geiselnahmen, für die Islamisten aus Somalia verantwortlich gemacht werden. Eine strenge Flüchtlingspolitik sei nötig, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten, erklärten die Behörden.

Insgesamt 700.000 Flüchtlinge - überwiegend aus Somalia, dem Südsudan und dem Kongo - haben in Kenia Zuflucht vor Krieg und Dürre gesucht. (dpa)

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