Fukushima

Veröffentlicht: 01.06.2011, 05:00 Uhr

Ärzte prägten das frühe Japan-Bild

1861 besiegelten Japan und Deutschland erstmals offiziell ihre Freundschaft.

NEU-ISENBURG (maw). Japan und Deutschland blicken dieses Jahr mit einer Reihe von Veranstaltungen auf die vor 150 Jahren offiziell besiegelte Freundschaft zurück.

Tokio bekommt innerjapanische Konkurrenz

Trügerische Ruhe: Tokio mit Fuji im Hintergrund.

Trügerische Ruhe: Tokio mit Fuji im Hintergrund.

© Y.Shimizu/JNTO

Vor der Nuklearkatastrophe im relativ nahe gelegenen, havarierten Atomkraftwerk in Fukushima - und der damit realen Bedrohung durch radioaktive Strahlung - war Tokio Standort erster Wahl für ausländische Unternehmen.

Nun wittern auch weit weniger gefährdete Städte wie Osaka im Westen oder Fukuoka im Süden ihre Chance. Fukuoka zum Beispiel, das wie Yokohama eine Repräsentanz in Frankfurt unterhält, wirbt offensiv mit seiner Nähe zu wichtigen asiatischen Business-Destinationen.

Denn am 24. Januar 1861 schlossen Preußen und das japanische Kaiserreich den ersten Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag. In Kraft trat das Vertragswerk dann 1863.

Dem Ganzen vorausgegangen war die offizielle Mission von Friedrich Albert Graf zu Eulenburg mit seiner Delegation. Bereits im Herbst 1860 traf er mit einer Gruppe von preußischen Gesandten im Hafen von Yokohama ein. Eulenburgs Hauptaufgabe war es, Japan zu diplomatischen Beziehungen zu bewegen und Häfen für preußische Kaufleute zu öffnen.

Japan hatte erst 1854 nach einer mehr als 200 Jahren währenden Isolation auf Druck der USA seine Häfen geöffnet.

Das Japanbild auf deutscher Seite prägten hingegen weniger Kaufleute oder Soldaten, sondern vielmehr Ärzte. So verbrachten die Mediziner Engelbert Kämpfer (1651-1716) und Philipp Franz von Siebold (1796-1866) lange Zeit ihres Lebens in Japan und klärten in ihrer Heimat über ihre Erfahrungen auf der fernöstlichen Insel auf.

Bevor die USA nach der Kapitulation Japans dem Land nach dem Zweiten Weltkrieg ihren Stempel aufdrückten, hatte sich Nippon bei seinen Modernisierungsbemühungen unter dem Meiji-Tenno (1868-1912) einiges von Deutschland abgeschaut, so zum Beispiel im Rechtswesen. Auch bei der Medizin galt Deutschland als vorbildlich.

Die Veranstaltungen im Überblick http://bit.ly/cAl6cH

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