Flüchtlingsversorgung

Berliner Senat setzt auf Charité

Bei der Flüchtlingsversorgung in Berlin herrscht schlechte Stimmung zwischen der KV und dem Senat.

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BERLIN. Der Berliner Senat hat die Erstuntersuchung von Flüchtlingen neu geregelt und dabei auch das Impfmanagement geändert. Künftig ist nicht mehr die KV zuständig, die vorübergehend eine Impfstelle am Lageso (Landesamt für Gesundheit und Soziales) eingerichtet hatte.

Stattdessen betreibt seit Anfang März die Berliner Uniklinik Charité eine neue Zentrale Erstuntersuchungs- und Impfstelle im Auftrag des LaGeSo am Standort Bundesallee.

Die Ärzte der Charité können nach Angaben der Senatsgesundheitsverwaltung bis zu 400 Asylsuchende pro Werktag untersuchen und impfen und bieten ein breiteres Impfspektrum an als die KV.

Die KV hat nach eigenen Angaben bis zu 300 Patienten pro Tag geimpft. Sie griff die Senatsverwaltung für die Kündigung des - befristeten - Vertrags scharf an und warf ihr schlechtes Flüchtlingsmanagement vor. "Das Gegenteil ist der Fall", sagte Sprecherin Regina Kneiding der "Ärzte Zeitung".

Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) betrachtet die neue Lösung ebenfalls als Verbesserung: "Damit haben wir unser Ziel erreicht, die medizinisch notwendige Untersuchung und die Impfung gleich bei der Ankunft der Flüchtlinge in einem Vorgang durchführen zu können. Das ist gutes Management mit effizienten Strukturen, das den Flüchtlingen zugutekommt", so Czaja.

Er dankte der KV für ihre bisherige Arbeit.

Die Senatsgesundheitsverwaltung erklärte zudem, die Charité sei aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen der am besten geeignete Partner.

Über die Kooperation mit der Charité bei der Erstuntersuchung hinaus werden Impfungen auch in den sogenannten MediPoints mehrerer großer Notunterkünfte vorgenommen, wie etwa in Tempelhof auf der Grundlage einer Kooperation des kommunalen Klinikkonzerns Vivantes und des Sankt Josef Krankenhauses. (ami)

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