Gesellschaft

Gesundheit von Müttern bleibt ein Millenniums-Ziel

Die UN-Resolution zur Müttergesundheit bezeichnen viele Experten als "bahnbrechende Entscheidung".

Von Pete Smith Veröffentlicht: 01.07.2009, 05:00 Uhr

FRANKFURT/MAIN. 70 UN-Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland und die USA, haben die UN-Resolution zur Müttergesundheit des Menschenrechtsrats unterzeichnet. Damit erkennen die Regierungen an, dass das Einhalten zentraler Menschenrechte von Frauen und Mädchen wichtige Voraussetzung für deren Gesundheit ist. Hierzu zählen das Recht auf Leben, Gleichberechtigung und Bildung sowie das Recht auf physische und psychische Gesundheit.

"Das ist ein bedeutender Schritt, um das Recht von Frauen auf sichere und gesunde Schwangerschaften weltweit zu verwirklichen", erklärte Renate Bähr, Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW). "Die Resolution des Menschenrechtsrats der UN gibt dem Problem der Müttersterblichkeit wieder mehr Sichtbarkeit und Gewicht."

Im Bereich der Gesundheit von Müttern habe es trotz vieler internationaler Erklärungen seit Jahrzehnten kaum Fortschritte gegeben, beklagt die DSW. Schon auf einer Konferenz in Kairo habe die internationale Gemeinschaft anerkannt, dass mehr für die Gesundheit und Rechte von Frauen und Mädchen getan werden müsse. Müttersterblichkeit wurde zum Millennium-Entwicklungsziel erklärt. Trotzdem sterben auch heute noch jährlich mehr als eine halbe Million Frauen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Babys, die meisten von ihnen in Entwicklungsländern.

Zwei Wochen vor Beginn des G8-Gipfels in L'Aquila in Italien haben 60 Parlamentarier aus allen Teilen der Welt auf einer internationalen Konferenz in Rom an die G8-Staaten appelliert, die Millenniums-Entwicklungsziele zur Reduzierung der Mütter- und Kindersterblichkeit nun zu verwirklichen. Die Konferenzteilnehmer, unter ihnen Sibylle Pfeiffer (CDU), stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, forderten die führenden Industrienationen auf, bis 2015 den Zugang zu Familienplanung, Schwangerenberatung und -fürsorge für alle zu gewährleisten.

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