Unicef-Bericht

Immer mehr Kinder leiden in Kriegsgebieten

230 Millionen Kinder weltweit wachsen zwischen Kriegsfronten auf. Angst, Hass und Gewalt prägen ihren Alltag.

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BERLIN. Jedes zehnte Kind weltweit wächst in einem Kriegsgebiet auf. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) rechnet in seinem Bericht "Kinder zwischen den Fronten" vor, dass derzeit rund 230 Millionen Kinder in ihren prägenden Lebensjahren Unsicherheit, Hass und Gewalt erleben.

Die schwersten Misshandlungen drohten Kindern aktuell in Syrien, im Irak, im Südsudan und in der Zentralafrikanischen Republik, erklärte Unicef am Dienstag in Berlin. "Mädchen und Jungen werden direkt zur Zielscheibe von Gewalt, entführt und versklavt", heißt es in dem Bericht.

Gruppen wie die Terrormilizen Islamischer Staat (IS) und Boko Haram missachteten die Prinzipien des humanitären Völkerrechts bewusst, um maximale Aufmerksamkeit zu erregen. Trotzdem übten sie vor allem auf einige junge Menschen eine gewisse Faszination aus, stellt der Unicef-Bericht fest.

"Ideologien wie die des IS versprechen Abenteuer, soziale Nähe und das Gefühl, Grenzen überwinden zu können, die Jugendlichen im Alltag auferlegt werden."

Die Hilfsorganisation rief Spender auf, bei humanitärer Hilfe nicht nur an Nahrung, sondern auch an Schulbildung für die jungen Kriegsopfer zu denken. "Wir erleben weltweit eine der schlimmsten Phasen von Konflikten seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges", sagte Ted Chaiban, Programmdirektor von UNICEF in New York.

"Es besteht die Gefahr, dass ganze Generationen von Kindern Gewalt und Instabilität als normalen Teil ihres Lebens ansehen. Diese Erfahrung darf sich nicht verfestigen. Humanitäre Hilfe muss auch langfristige Perspektiven für Kinder und Jugendliche schaffen." (dpa/eb)

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Kommentare
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Dr. Horst Grünwoldt

Kinderelend

In den Kriegs-, Krisen- und E-Ländern der Welt sind Kinder schon immer, als Schwächste der jeweiligen Gesellschaft, die Leidtragensten.
Im alltäglichen und gesetzlosen Überlebenskampf werden sie schon kindlich geprägt; und das gewiß nicht positiv im Hinblick auf zukünftige "friedliche Staatsbürger"! Diese bittere Erfahrung mußten auch schon die deutschen Betreuer eines Auffangheims für minderjährige "Flüchtlinge" (Migranten) in Hamburg machen...
Im gegenwärtigen Nah- und Mittelost-Konflikt werden Minderjährige aus arabischen und afghanischen Großsippen weniger aus "humanitären" Gründen von den kinderreichen Eltern verantwortungslos auf die "Flucht" (nein: Migration!) nach Europa geschickt, sondern vielmehr, um als Entwurzelte den Familien-Nachzug in die EU zu erzwingen.
Was tun unsere "Flüchtlings"-Besorgten, um über die Auslandsvertretungen die Minderjährigen rasch in ihren Familienverband zurückzuführen? U.a. auch deshalb, weil -wie bei den Lampedusa-Migranten- die vom Acker der Mütter gefüchteten Jungen und Starken das dortige Sozialsystem "Familie" mazerieren, weil die Alten und Schwachen zurückbleiben.
Sonst könnte man uns Deutschen eines Tages vielleicht vorwerfen, unsere vermeintliche "Bevölkerungs-Lücke" mit fremder Leute Kinder füllen zu wollen. Und dies nach bloßer Kopfzahl und Reproduktionsrate...
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock


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