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Berlin

Krebsberatung nun auch auf Türkisch

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BERLIN. Psychologische Beratung für krebskranke Frauen auf Türkisch bietet die Berliner Krebsgesellschaft in Berlin-Kreuzberg an. Sie will damit Zugangshürden zum Versorgungssystem aus dem Weg räumen.

"Oft ist es die Sprachbarriere, die Menschen mit türkischen Wurzeln davon abhält, Rat und Hilfe bei uns zu suchen", sagt die Vorstandsvorsitzende der Berliner Krebsgesellschaft (BKG), Professor Petra Feyer.

Auch die türkischstämmige Bundestagsabgeordnete Cansel Kiziltepe (SPD) unterstützt die Absicht der Berliner Krebsgesellschaft.

"Bei so sensiblen und persönlichen Themen wie Geld oder Gesundheit kommt es schnell zu sprachlichen und kulturellen Missverständnissen. Ein muttersprachliches Angebot ist häufig ein effektiver Weg, um Personengruppen zu erreichen, die sich bisher nicht angesprochen fühlen", sagt Kiziltepe.

Die BKG verweist darauf, dass Menschen mit Migrationshintergrund deutlich seltener ihre Unterstützung in Anspruch nehmen als gebürtige Deutsche. Sie führt diese Zurückhaltung auch auf Diskriminierungserfahrungen oder Unwissenheit zurück.

Daher kooperiert sie mit dem Verein Bahar, der Kurse speziell für Frauen mit Migrationshintergrund anbietet. Drei Stunden pro Woche stellt die BKG in den Räumen des Vereins eine muttersprachliche Psychologin für Patientinnen und ihre weiblichen Angehörigen zur Verfügung. Im Dezember hatte sie bereits drei Beratungsstellen in Spandau, Köpenick und Lichtenberg eingerichtet. (ami)

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