Banerjee, Duflo, Kremer

Nobelpreis für Kampf gegen globale Armut

In der Kategorie Wirtschaftswissenschaften erhalten drei Ökonomen den Nobelpreis: Sie haben experimentelle Ansätze gegen die globale Armut kreiert.

Veröffentlicht: 14.10.2019, 12:49 Uhr
Nobelpreis für Kampf gegen globale Armut

Goran K. Hansson (M), Generalsekretär der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften, und die Akademiemitglieder, Peter Fredriksson (l) und Jakob Svensson, verkünden die Gewinner des Wirtschaftsnobelpreises 2019.

© Karin Wesslen/TT News Agency/AP/dpa

Stockholm. Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an die drei Ökonomen Abhijit Banerjee, Esther Duflo und Michael Kremer. Das Trio erhält die renommierte Auszeichnung für seinen experimentellen Ansatz zur Linderung der globalen Armut, wie die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm bekannt gab.

Die in Frankreich geborene Duflo ist erst die zweite Frau in der Nobelgeschichte, die den Wirtschaftspreis bekommt. Alle drei Preisträger lehren an US-Universitäten.

Damit sind alle Träger der diesjährigen Nobelpreise verkündet worden. In der vergangenen Woche waren in Stockholm bereits die Auszeichnungen in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie und Literatur vergeben worden, am Freitag folgte dann die Bekanntgabe des Friedensnobelpreisträgers in Oslo.

Kein „klassischer“ Nobelpreis

Alle Preise sind in diesem Jahr mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 830 000 Euro) dotiert. Dieses Preisgeld bekommen die Geehrten am 10. Dezember, dem Todestag von Dynamit-Erfinder Alfred Nobel, überreicht – zusammen mit einer Medaille und einer Urkunde.

Der Wirtschaftsnobelpreis ist der einzige der Nobelpreise, der nicht auf Nobels Testament zurückgeht. Er wird vielmehr seit Ende der 1960er Jahre von der schwedischen Reichsbank gestiftet und gilt somit streng genommen nicht als „klassischer“ Nobelpreis.

Ebenfalls heute ist eine Studie erschienen, die den Zusammenhang von Armut und Sterberisiko in Deutschland untersucht hat. Das Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) hat hierfür 27 Millionen Datensätze analysiert. (dpa)

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