Tiergestützte Therapie

Pudeldame besucht herzkranke Kinder auf Station

Die drei Jahre alte Hündin Anna ist im Kinderherzzentrum Bad Oeynhausen als Begleithündin unterwegs. Die Einrichtung setzt jetzt auf eine tiergestützte Therapie.

Veröffentlicht:
Ordnung muss sein: Mitarbeiterausweis für Pudeldame Anna.

Ordnung muss sein: Mitarbeiterausweis für Pudeldame Anna.

© Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen

Bad Oeynhausen. Das Kinderherzzentrum Bad Oeynhausen hat seit einigen Wochen eine Mitarbeiterin der besonderen Art: die Schafpudeldame Anna. Die drei Jahre alte Hündin ist in der Einrichtung als Begleithündin unterwegs.

Damit wagt sich das Zentrum erstmals auf das Terrain der tiergestützten Therapie vor. Der Kontakt mit dem Hund soll positiven Einfluss auf die jungen Patientinnen und Patienten haben und ihnen den oft sehr langen Klinikaufenthalt erleichtern.

„Eine tiergestützte Therapie beinhaltet gesundheitsfördernde, motivierende und rehabilitative Maßnahmen“, sagt Professor Stephan Schubert, Direktor des Kinderherzzentrums und des Zentrums für angeborene Herzfehler des Herz- und Diabeteszentrums Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW).

Konzept mit Hund, Schildkröte und Fischen

In der Kinderkardiologie soll das Konzept langsam ausgebaut werden. Ganz bei Null anfangen müssen die Ärzte und Therapeuten dabei nicht. Das HDZ NRW verfügt bereits über ein Aquarium und ein Wasserschildkrötenhaus.

Zu dem Hund können die Kinder aber wohl eine ganz andere emotionale Beziehung aufbauen als zu den Wassertieren. Gemeinsam mit ihrer Besitzerin Sabine Krenz hat Anna eine einjährige Ausbildung als zertifiziertes „Besuchshunde-Team“ beim Europäischen Dachverband für tiergestützte Therapie absolviert. Danach konnte die Hündin bereits erste Erfahrungen sammeln. Sie hat ihre Besitzerin, die als Lehrerin in einer Förderschule tätig ist, bei der Arbeit begleitet. Krenz kennt sich mit dem Umgang mit jungen Patienten aus, denn sie war lange Jahre als Klinikclown tätig, auch im HDZ.

Therapiehund mit Mitarbeiterausweis

Die Anwesenheit eines Hundes in Kliniken ist keine Selbstverständlichkeit. Anna hat für ihren Einsatz im Kinderherzzentrum eine Sondererlaubnis, die mit der Geschäftsführung und den Hygienebeauftragten abgestimmt wurde.

Bei allen Besonderheiten: Wie die anderen Beschäftigten des HDZ NRW hat auch die Schafpudeldame einen Mitarbeiterausweis. So kann jeder sehen, dass er es mit Anna, Therapiehündin, zu tun hat. (iss)

Mehr zum Thema

Koalitionplan

Kinderrechte sollen im Grundgesetz Platz finden

Bundeswehr prüft „Duldungspflicht“

Gibt es eine Corona-Impfpflicht für Soldaten?

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Reha-Übungsanleitung am Bildschirm. Das soll bald auch mittels Smartphone auf Kasse möglich sein.

Teilhabestärkungsgesetz

Auch Reha-Apps sollen in die Erstattung kommen

Lockdown: Die sonst belebte Düsseldorfer Königsallee ist nahezu menschenleer.

Pandemie-Meldewesen

Deutschland im Corona-Blindflug