Uganda

Robina und Silas sind Miss und Mister HIV

Mit einem Schönheitswettbewerb wollen junge Ugander gegen das Stigma der HIV-Infektion kämpfen. Jetzt haben sie ihre Sieger gekürt.

Veröffentlicht: 22.09.2015, 06:02 Uhr
Robina und Silas sind Miss und Mister HIV

Die Sieger des Wettbewerbs 2015: Robina Babirye und Silas Lubangakere.

© Henry Wasswa / dpa

KAMPALA. Seit ihrer Geburt ist Robina Babirye HIV-positiv. Jetzt verhilft ihr die Infektion zu einer großen Freude: Die 22-Jährige ist Ugandas gekrönte Schönheitskönigin "Miss Y+" 2015.

Babirye setzte sich beim Finale des Schönheitswettbewerbs für HIV-Positive in der Hauptstadt Kampala gegen alle Mitbewerberinnen durch.

"Ich will den Sieg dazu nutzen, die jungen Menschen und andere Gruppen, die wegen der Krankheit mit Stigma und Diskriminierung leben müssen, von ihren Chancen zu überzeugen", sagte sie nach der Endausscheidung am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur.

Im ostafrikanischen Uganda leben geschätzt etwa 1,5 Millionen Menschen mit HIV. Der Schönheitswettbewerb Y+ steht für "youth positive" ("Jugend positiv") und zielt darauf ab, das mit einer HIV-Infektion verbundene Stigma zu bekämpfen.

Silas Lubangakere ist "Mister HIV-positiv"

Als Silas Lubangakere in dem mit rund 500 Menschen voll besetzten Veranstaltungsraum eines Hotel zum Gewinner bei den Männern ausgerufen wurde, fiel der 21-Jährige auf die Knie vor Freude. "Ich bin einfach nur glücklich."

Auch der zweitplatzierte Daniel Owino (19) freut sich über die Anerkennung, die ihm der Wettbewerb brachte. "Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um ein Signal für HIV-positive Menschen zu setzen, dass auch sie ein Recht auf ein normales Leben haben", sagte Owino.

Der Wettbewerb für Kandidaten im Alter von 16 bis 25 wurde dieses Jahr in Uganda zum zweiten Mal ausgetragen. In Uganda leben UNAIDS zufolge etwa sieben Prozent der Bevölkerung im Alter von 15 bis 49 Jahren mit dem HI-Virus.

Im vergangenen Jahr gab es dem Gesundheitsministerium zufolge 137.000 Neuinfektionen, etwa die Hälfte davon bei Menschen unter 25. (dpa)

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