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Gegen Abtreibung und aktive Sterbehilfe

Rund 6.000 Menschen bei Marsch für das Leben in Berlin und Köln

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Berlin. Mit einem "Marsch für das Leben" in Berlin und erstmals auch in Köln haben am Samstag nach Angaben des Veranstalters insgesamt mehr als 6.000 Menschen gegen Abtreibung und aktive Sterbehilfe demonstriert. In Berlin seien knapp 4.000 und in Köln rund 2.800 auf die Straße gegangen, erklärte der Bundesverband Lebensrecht (BVL), ein Zusammenschluss von 15 Vereinen und Initiativen, der beide Märsche organisierte. Nach Schätzung der Berliner Polizei waren es in der Hauptstadt rund 2.000. Die Kölner Polizei machte keine Angaben.

Laut BVL ist der jährliche Marsch die bundesweit größte Kundgebung für den Schutz des Lebens. Dagegen gab es in beiden Städten Protestveranstaltungen.

In der Bundeshauptstadt forderte ein "Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung", dem Grüne, Linkspartei und die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen angehören, eine unbeschränkte Freigabe von Schwangerschaftsabbrüchen. Diese Kundgebung hatte nach Angaben des Bündnisses 1.000 Teilnehmende, nach Schätzung der Polizei waren es 400.

Beim Auftakt auf dem Kölner Heumarkt sprachen die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Susanne Wenzel, und der Vorsitzende des Vereins "Ärzte für das Leben", Paul Cullen. Wenzel forderte, anstelle einer Abschaffung des Paragrafen 218 seien mehr Hilfen und auch steuerliche Vergünstigungen für Familien notwendig.

BVL-Bundesvorsitzende Alexandra Maria Linder warf der Politik vor, sich für die steigenden Abtreibungszahlen nicht zu interessieren. Sie kritisierte, dass der Bundestag im vergangenen Jahr das "Werbeverbot" für Schwangerschaftsabbrüche, den Paragrafen 219a im Strafgesetzbuch, aufgehoben hatte. Zusammen mit den rückläufigen Beratungsmöglichkeiten für Schwangere sei dies "frauenfeindlich", so die BVL-Bundesvorsitzende. Sie warnte auch vor Bestrebungen, Beihilfe zur Selbsttötung gesetzlich zu erlauben. (KNA)

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