Nach Doping-Vorwürfen

Russischer Funktionär findet Xenon "nicht verboten"

Ein russischer Sportfunktionär sieht keine Probleme beim Einsatz des Gases Xenon. Recherchen des Senders WDR hatten ergeben, dass russische Sportler ihre Leistungsfähigkeit durch Inhalation von Xenon gesteigert haben sollen.

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MOSKAU. Nach Ansicht eines russischen Funktionärs ist der Gebrauch von Xenon bei Sportlern erlaubt. Ein Bericht über den leistungssteigernden Einsatz des Edelgases von Athleten des Winterspiel-Gastgebers hatte für Aufsehen gesorgt.

"Xenon ist ein Gas, das nicht verboten ist von der weltweiten Anti-Doping-Agentur", sagte der Leiter der föderalen medizinisch-biologischen Agentur (FMBA), Wladimir Ujba, am Mittwoch.

Grundsatz der FMBA bei der Betreuung von Sportlern sei es, keine für die Gesundheit schädlichen Substanzen oder Technologien einzusetzen.

"Die Technologien, die wir einsetzen, sind transparent. Das wichtigste ist, dass diese Technologien nichts Verbotenes haben und dem menschlichen Organismus nicht schaden, damit es keine Folgen gibt wie etwa die Zerstörung von Erbgut oder für die Geburt von Kindern und so weiter", erklärte Ujba.

Nach Informationen des WDR sollen russische Sportler in Sotschi und bei zurückliegenden Olympischen Spielen ihre Leistungsfähigkeit durch Inhalation von Xenon gesteigert haben. Dieses Edelgas bewirke die Ausschüttung des Hormons Erythropoetin im Körper. EPO-Zufuhr ist im Sport verboten und gilt als Doping.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA teilte auf dpa-Anfrage mit, man werde bei der nächsten regulären Zusammenkunft im April alle aktuellen Themen diskutieren. (dpa)

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