Saarland

Saarländisches Projekt für ausländische Fachkräfte

Veröffentlicht:

SAARBRÜCKEN. Durch bessere Integrationsmaßnahmen mehr Fachkräfte im Gesundheitswesen aus dem Kreis der Migranten zu gewinnen – mit diesem Ziel hat im Saarland die Umsetzung eines Modellprojekts begonnen.

Konkret geht es um die Vorbereitung auf Pflegeberufe und Tätigkeiten in der ambulanten Betreuung sowie um die Qualifizierung von Ärzten.

Das Pilotvorhaben wird vom Bund mit 2,2 Millionen Euro gefördert und setzt auf mehreren Gutachten auf. Für ausländische Ärzte sind Vorbereitungskurse auf die Kenntnisprüfung vorgesehen. Der Schwerpunkt liegt aber auf dem Pflegesektor.

Im Januar geht es dabei mit einem vierwöchigen Qualifizierungspraktikum los, damit sich die Interessenten über Neigung und Eignung besser klar werden und die Abbrecherquote später möglichst gering ausfällt. Es folgt ein Vorbereitungskurs von zwölf bis 15 Monaten. Schließlich soll die daran anschließende eigentliche Ausbildung durch fünf Stunden Stützunterricht pro Woche begleitet werden.

Die Teilnahme ist an mehrere Voraussetzungen gebunden: eine legale Einreise nach Deutschland, ein gesicherter Aufenthaltstitel und ein Deutsch-Sprachniveau von mindestens B2.

Ob das Programm deutschlandweit Vorbildcharakter bekommt und am Ende auch einen Beitrag zur Linderung des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen leisten kann, lässt sich unter anderem wegen der Abhängigkeit von politischen Rahmenbedingungen schwer vorhersagen.

So wird nach Angaben der saarländischen Gesundheitsministerin Monika Bachmann den erfolgreichen Absolventen nicht wie im Handwerk automatisch nach der Ausbildung noch ein zweijähriges Bleiberecht garantiert. (kud)

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Impetigo bei einem fünf Jahre alten Kind.

© FotoHelin / stock.adobe.com

practica 2021

Bei Impetigo contagiosa ist Abstrich meist überflüssig

Impfausweis mit Comirnaty-Eintrag: Welcher ist immunogener – der Corona-Impfstoff von BioNTech oder der von Moderna?

© Bikej Barakus / stock.adobe.com

Corona-Studien-Splitter

Dritte Impfung mit Comirnaty® frischt Schutz zuverlässig auf

Gut ausgebildete Medizinische Fachangestellte werden immer häufiger aus den Praxen abgeworben, beklagt Virchowbund-Vorsitzender Dr. Dirk Heinrich. In der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, wie systemrelevant MFA sind.

© Virchowbund

MFA häufig abgeworben

Virchowbund-Chef: „Ein Arzt alleine ist noch keine Praxis!“