Unter Kolleginnen

Schwangerschaft wirkt "ansteckend"

Die Entscheidung für ein Kind färbt ab: Berufstätige Frauen, die schwanger sind, rufen in vielen Fällen eine Art "Kettenreaktion" unter ihren Arbeitskolleginnen hervor.

Veröffentlicht:
Ist eine Kollegin schwanger, kann das eine "Kettenreaktion" auslösen.

Ist eine Kollegin schwanger, kann das eine "Kettenreaktion" auslösen.

© iMAGINE / fotolia.com

MÜNCHEN. Schwangerschaften wirken ansteckend auf Arbeitskolleginnen.

Im Jahr nachdem eine Kollegin Mutter geworden ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, fast auf das Doppelte, wie Forscher der Uni Bamberg herausfanden.

Sie werteten Daten von etwa 42.000 Frauen in 7600 Betrieben aus.

Der Austausch mit der schwangeren Kollegin oder ihrem Baby stärke den Kinderwunsch und das Selbstvertrauen, heißt es in der Studie.

"Da die Entscheidung für ein Kind unter erheblicher Unsicherheit getroffen wird, sind die Erfahrungen sozialer Kontakte besonders relevant", hieß es.

Bei gleichaltrigen Frauen ist Effekt besonders ausgeprägt

Berufstätige Frauen, die sich für ein Kind entschieden, könnten eine Art "Kettenreaktion" unter ihren Kolleginnen hervorrufen. Dieser Effekt sei besonders bei etwa gleichaltrigen Frauen bemerkbar.

Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) betonte am Dienstag, familienfreundliche Strukturen in Unternehmen seien für die Familiengründung genauso wichtig wie eine abgesicherte berufliche Position.

Sie forderte von den Betrieben daher konkrete Maßnahmen - angefangen von flexiblen Arbeitszeiten bis zur Ermöglichung von Erwerbsunterbrechungen für die Erziehung. (dpa)

Mehr zum Thema

Prozessbeginn

Syrischer Arzt soll in 18 Fällen gefoltert haben

Das könnte Sie auch interessieren
Neues und Wissenswertes rund um das Thema Schilddrüse

© Nerthuz / iStock

Kleines Organ ganz groß

Neues und Wissenswertes rund um das Thema Schilddrüse

Kooperation | In Kooperation mit: Sanofi-Aventis
PD Dr. Joachim Feldkamp (links), Internist und Endokrinologe vom Klinikum Bielefeld-Mitte und Prof. Dr. Markus Luster (rechts), Nuklearmediziner vom Uniklinikum Gießen-Marburg

© [M] Feldkamp; Luster; Sanofi-Aventis

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Bei erhöhtem TSH-Wert nicht gleich die Diagnostik-Maschinerie starten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Einwilligungserklärungen zur Schutzimpfung gegen COVID-19 liegen auf einem Tisch

© Christian Charisius/dpa

COVID-19-Pandemie

Lauterbach will schnelle Corona-Impfpflicht – Ärzte sind uneins

Die bisherigen Ampullen des Corona-Impfstoffs Comirnaty® von Biontech/Pfizer sind auch an dem violetten Deckel zu erkennen. Die Neuformulierung des Impfstoffs soll einen grauen Deckel bekommen.

© Thibaut Durand / Hans Lucas / picture alliance

Corona-Impfstoff

BioNTech jetzt auch als Fertiglösung

Corona-Impfung: In Placebo-kontrollierten Studien hatten nach der ersten Dosis einer Coronavakzine 46,3 Prozent mindestens eine systemische Nebenwirkung angegeben, nach der ersten Placebodosis waren es immerhin 35,2 Prozent.

© Marina Demidiuk / stock.adobe.com

SARS-CoV-2 und Vakzinen

Systemische Nebenwirkungen nach Coronaimpfung oft Noceboeffekte