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FUNDSACHE

Spendensammlung à la Balkanaise

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Andere Länder, andere Sitten: Aus der Sicht eines (West-)Deutschen - und damit geübten Demokraten und Europäers - mutet eine - wenn auch makabre - Spendensammelaktion im Neu-EU-Land Bulgarien nicht gerade als idealtypische Ausprägung altruistischer Neigungen an.

Doch zur Sache: Gegen eine Spende für eine Krebsstiftung haben Entführer die Ehefrau des früheren Fußballvereins-Chefs Angel Bontschew freigelassen. Wie bulgarische Medien berichteten, habe der Mann umgerechnet 157 000 Euro öffentlich an die Stiftung übergeben. Ehefrau Kamelija war vor etwa drei Wochen bei der Lösegeld-Übergabe für die Freilassung ihres Mannes selbst entführt worden. Ihr Mann war knapp zwei Monate in der Gewalt der Kidnapper.

Die Präsidentin der Stiftung, die sich vor allem der Betreuung von Brustkrebspatientinnen widmet, stritt jegliche Verbindung zu den Entführern ab. Dennoch werde die Stiftung das Geld behalten. (maw/dpa)

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