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Führungswechsel

Ugandische Ingenieurin neue Chefin von UNAIDS

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Winnie Byanyima, ehemals Geschäftsführerin von Oxfam International (hier bei einer Rede im britischen Unterhauses), leitet künftig die Organisation UNAIDS.

Winnie Byanyima, ehemals Geschäftsführerin von Oxfam International (hier bei einer Rede im britischen Unterhauses), leitet künftig die Organisation UNAIDS.

© Pa/PA Wire/dpa

GENF. Neue Exekutivdirektorin des UN-Programms für den Kampf gegen Aids (UNAIDS) wird die Energie- und Umweltingenieurin Winnie Byanyima. UN-Generalsekretär António Guterres ernannte die Uganderin, die zuletzt das Hilfswerk Oxfam International geleitet hatte. Sie wird Nachfolgerin von Michel Sidibé, der sein Amt nach scharfer Kritik an seinem Managementstil im Frühjahr vorzeitig aufgab.

UNAIDS begrüßte die Ernennung Byanyimas in der Nacht zu Donnerstag. „Ich fühle mich geehrt“, sagte Byanyima nach diesen Angaben. Sie unterschätze die Herausforderung nicht, die Aids-Epidemie bis 2030 zu beenden. Byanyima arbeitete bereits als Direktorin für Genderfragen beim UN-Entwicklungsprogramm (UNDP). Sie hat Universitätsabschlüsse als Ingenieurin in Energie- und Umwelttechnik und im Bereich Luftfahrttechnik.

UNAIDS war im vergangenen Jahr unter schweren Beschuss geraten. Eine Untersuchungskommission stellte eine Arbeitskultur unter Sidibé der Angst, des Misstrauens und der Vergeltung bei Kritik fest. Mitarbeiter hätten von Schikanierung, sexueller Belästigung, Mobbing und Machtmissbrauch berichtet, hieß es im ihren Bericht im Dezember 2018.

Auslöser war die Beschwerde einer Mitarbeiterin, die sich nach einer internen Anzeige gegen einen ranghohen Mitarbeiter wegen sexuellen Fehlverhaltens über Vertuschungsversuche beschwert hatte. Sidibé, früher Gesundheitsminister von Mali, war seit 2009 im Amt. (dpa)

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