Gesellschaft

Weltweite Initiative gegen Gift in Spielzeug

Weichmacher in Plastikspielsachen können das Hormonsystem schädigen, geleimte Holzpuzzle Krebs erregen. Dabei soll Spielzeug vor allem Spaß und nicht krank machen. Eine neue Initiative will Kinder vor gefährlichen Stoffen schützen.

Veröffentlicht:
Kinder haben ein Recht auf giftfreies Spielzeug. © Daniel Fuhr / fotolia.com

Kinder haben ein Recht auf giftfreies Spielzeug. © Daniel Fuhr / fotolia.com

© Daniel Fuhr / fotolia.com

NÜRNBERG (sun). Immer noch enthalten viele Spielsachen synthetische Chemikalien. Davor warnt die internationale Initiative zur Spielzeugsicherheit "Safe Toys Coalition" (STC) anlässlich der Spielzeugmesse in Nürnberg. "Es ist bedrückend, dass hier auf Kosten der Gesundheit der Kinder Profit gemacht wird", sagt Alexandra Caterbow, Spielzeugexpertin und Mitbegründerin von STC.

"Während die Industrie auf der Spielzeugmesse ihre Neuheiten feiert, werden Millionen Kinder weltweit giftigen Schadstoffen in Spielzeug ausgesetzt", so Caterbow weiter. In der Vergangenheit habe man immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass Stoffe wie Blei oder gesundheitsschädigende Weichmacher in Spielzeugen gefunden wurden. Dieser Tatsache lässt nach Ansicht der STC die Spielzeugindustrie zu wenig Konsequenzen folgen.

Spielzeug solle aber vor allem Spaß und nicht krank machen, so die Expertin. Ziel der neuen Initiative sei es daher, im Dialog mit Industrie, Politik und den Verbrauchern weltweit für sicheres Spielzeug einzutreten.

Kinder seien noch wesentlich empfindlicher als Erwachsene, so die Spielzeugexpertin. Selbst kleine Mengen reichten aus, um die Entwicklung eines Kindes nachhaltig zu beeinflussen. Dabei ließen sich fast alle Stoffe leicht durch ungefährliche ersetzen. In einem Flyer informiert die Initiative darüber, wie Eltern ihre Kinder schützen können.

www.wecf.eu

Lesen Sie dazu auch: Warnung vor hormonell wirksamen Stoffen in Spielwaren

Mehr zum Thema

Virchowbund

Kaspar-Roos-Medaille für Lundershausen

Corona-Winter

Unnötige Millionen-Ausgaben für Ungeimpfte

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Impetigo bei einem fünf Jahre alten Kind.

© FotoHelin / stock.adobe.com

practica 2021

Bei Impetigo contagiosa ist Abstrich meist überflüssig

Impfausweis mit Comirnaty-Eintrag: Welcher ist immunogener – der Corona-Impfstoff von BioNTech oder der von Moderna?

© Bikej Barakus / stock.adobe.com

Corona-Studien-Splitter

Dritte Impfung mit Comirnaty® frischt Schutz zuverlässig auf

Gut ausgebildete Medizinische Fachangestellte werden immer häufiger aus den Praxen abgeworben, beklagt Virchowbund-Vorsitzender Dr. Dirk Heinrich. In der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, wie systemrelevant MFA sind.

© Virchowbund

MFA häufig abgeworben

Virchowbund-Chef: „Ein Arzt alleine ist noch keine Praxis!“