Kampagne #InklusionStattAusgrenzung

Wissenschaftliche Allianz: Schulgesundheitskräfte flächendeckend einsetzen!

15 Prozent der Kinder leben mit chronischen Erkrankungen. Wissenschaftliche Fachgesellschaften sind überzeugt, dass speziell ausgebildete Fachkräfte den Betroffenen den Schulalltag erleichtern können.

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Ein Mädchen sitzt auf einer Treppe und misst ihren Blutzuckerspiegel.

Mädchen mit Diabetes: Manche von ihnen brauchen in der Schule eine besondere Aufmerksamkeit.

© [M] LifeScan

Berlin. Die Deutsche Diabetesgesellschaft (DDG) setzt sich gemeinsam mit weiteren wissenschaftlichen Fachgesellschaften für den flächendeckenden Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften ein.

Denn immer mehr Kinder und Jugendliche lebten mit psychischen und chronischen Erkrankungen, heißt es in einer Mitteilung von Montag. Sie benötigten häufig auch in der Schule pflegerische oder medizinische Betreuung.

Diese Unterstützung könnte von Schulgesundheitsfachkräften übernommen werden. Sie entlasteten das Lehrpersonal, Eltern und Kinder, verbesserten die Inklusion von chronisch erkrankten oder Kindern mit Behinderung und erhöhten die Gesundheitskompetenz an Schulen.

„Doch medizinisch geschultes Fachpersonal wird im aktuellen Schulsystem nicht finanziert“, heißt es. Um mehr öffentliche Aufmerksamkeit auf den Bedarf von Schulgesundheitsfachkräften zu lenken, starten verschiedene Organisationen die Kampagne #InklusionStattAusgrenzung.

Lehrkräfte sind zunehmend überfordert

15 Prozent der Kinder leben mit chronischen körperlichen oder psychischen Erkrankungen wie Verhaltensstörungen, Allergien oder Diabetes mellitus. „Lehrkräfte sind zunehmend überfordert. Sie sind für medizinische Themen weder ausgebildet noch zuständig“, sagt Professor Andreas Neu, Past Präsident der DDG und kommissarischer ärztlicher Direktor an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Tübingen.

Modellprojekte, Erfahrungen anderer Länder und Studien zeigen: Schulgesundheitsfachkräfte entlasten das Schulsystem, Eltern und Kinder erheblich.

„Einerseits können sie sich um die einfache medizinische Grundversorgung wie aufgeschlagene Knie oder Nasenbluten kümmern und für Gesundheitsaufklärung sorgen. Andererseits leisten sie einen wertvollen und kompetenten Beitrag für Kinder mit täglichem Unterstützungsbedarf, entlasten somit Familien und Lehrpersonal und verhindern damit die Diskriminierung von chronisch kranken Kindern.“

Trotz der offensichtlichen Vorteile von Gesundheitsfachkräften an Schulen fehlten noch immer ein klares Bekenntnis und der entschiedene Wille seitens der Politik, medizinisches Fachpersonal an deutschen Schulen einzusetzen und Kinder mit chronischen Erkrankungen besser in die Regelschulen zu integrieren, so die DDG. (kaha)

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