Rio de Janeiro

XXL-Gräber für Fettleibige

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RIO DE JANEIRO. In Brasiliens Metropole Rio de Janeiro gibt es neuerdings spezielle Gräber für fettleibige Menschen.

1,30 Meter breit und 2,40 Meter lang sind die XXL-Gräber, die Alberto Brenner Júnior, Chef des Friedhofs Penitência, ganz neu im Angebot hat.

"52 Prozent der erwachsenen Brasilianer sind heute übergewichtig", meint Brenner mit Blick auf offizielle Studien. In den letzten neun Jahren ist die Zahl übergewichtiger Brasilianer laut Gesundheitsministerium um 23 Prozent gestiegen. Da sind Gräber für Fettleibige eine Art Geschäftslücke.

Derzeit gibt es sozusagen sechs XXL-Vorführgräber, die direkt am Hafen der Sieben-Millionen-Metropole liegen - im Rahmen eines Ausbauplans sollen 1260 solcher Gräber, die meisten in mehreren Etagen übereinander angeordnet, errichtet werden.

Sie sollen über zwei Quadratmeter mehr Platz als herkömmliche Gräber bieten. Die größeren Gräber aus Granitgestein sollen mindestens bis 350 Kilogramm schwere Leichen beherbergen können. Die Obergrenze beträgt sogar 500 Kilogramm.

Der 2014 gestorbene Mexikaner Manuel Uribe galt mit zeitweise bis zu 560 Kilogramm Körpergewicht als der schwerste Mensch der Welt. Er musste eingeäschert werden, weil es für ihn keinen Sarg gab.

55 Millionen Reais (15,9 Millionen Euro) sollen die Ausbaumaßnahmen des 1865 eröffneten Friedhofs kosten, auf dem sehr viele portugiesische Familien bestattet sind. Ein XXL-Grab soll rund 21.700 Euro kosten.

Auch ein Krematorium soll gebaut werden, das einen 24-Stunden-Service anbieten soll. Etwas despektierlich meint Brenner: "Bei Übergewichtigten brauchen sie etwas mehr Zeit." (dpa/eb)

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