„ÄrzteTag“-Podcast

Haben Sie nach Ihrem Medizinstudium noch Lust auf Arzt, Herr Averbeck?

Neue Ärzte braucht das Land, doch so manchem wird der Beruf schon am Ende des Studiums madig gemacht. Warum, und wie man das ändern könnte, darüber reden wir mit dem PJ-Studenten Heiner Averbeck im „ÄrzteTag“-Podcast.

Von Denis NößlerDenis Nößler Veröffentlicht:
Medizinstudent Heiner Averbeck.

Medizinstudent Heiner Averbeck.

© Porträt: Lukas Zähring | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

Im Studium erlernen angehende Medizinerinnen und Mediziner die ärztliche Kunst. Doch im dritten Studienabschnitt kommt für manche die bittere Realität, entpuppt sich der ärztliche Alltag als Stress. Nicht wenige verlieren im Praktischen Jahr (PJ) die Freude am ärztlichen Beruf, sagt Heiner Averbeck in dieser „ÄrzteTag“-Episode. Er studiert in Mannheim Medizin und absolviert im dortigen Modellstudiengang gerade sein zweites PJ-Quartal.

Die Chirurgie hat er schon hinter sich. Viele Kommilitonen würden dort die Erfahrung als billige „Hakenhalter“ machen. Die ausbildenden Ärzte hätten schlicht keine Zeit. „Ihr müsst uns Arbeiten abnehmen, dann können wir euch was beibringen“, hörten noch immer etliche PJ-Studenten. Das Problem, kritisiert Averbeck: Für die Ausbilder gibt es keine Vergütung, die PJ-Lehre sei gar nicht fix beim Klinikpersonal verankert.

Allerdings, die Erfahrung hat er selbst gemacht, können Studenten die Ausbildung auch beeinflussen. Vor einer Op, rät er, sollte man sich vorbereiten und mit klugen Fragen wappnen. Dann könne man, je nach Situation im OP, eine Menge von den ausbildenden Ärzten lernen. Grundsätzlich aber müsse eine Finanzierungsreform her – und die Qualität der Lehrenden durch verbindliche Standards verbessert werden. (Dauer: 34:25 Minuten)

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