Kassenfinanzen

340 Millionen Euro Defizit bei der DAK

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BERLIN. Die Krankenkassen haben im vergangenen Jahr ihre Reserven stark abschmelzen müssen. Nach einem Bericht der "FAZ" verbuchten die Kassen 2015 ein Defizit von rund 1,2 Milliarden Euro. Die Rücklagen sanken im Vergleich zu 2014 um eine Milliarde auf 14,5 Milliarden Euro.

Das größte Defizit bei einer Einzelkasse erwirtschaftete die DAK Gesundheit. Die drittgrößte Kasse mit rund sechs Millionen Versicherten fuhr ein Minus von 340 Millionen Euro ein, sagte ein DAK-Sprecher der "Ärzte Zeitung".

Die Kasse hatte Anfang des Jahres den Zusatzbeitrag um 0,6 Punkte auf insgesamt 16,1 Prozent erhöhen müssen. Angaben der "FAZ" zufolge beträgt das Minus bei den sechs Ersatzkassen mit rund 26 Millionen Versicherten 532 Millionen Euro.

Während das AOK-System mit einem Verlust im einstelligen Millionenbereich praktisch eine schwarze Null schreiben soll, verzeichnen die Innungskrankenkassen mit 346 Millionen Euro ebenso tiefrote Zahlen wie die Betriebskrankenkassen, bei denen das Minus mit 290 Millionen Euro etwas geringer ausfallen soll.

Nach Angaben einer Sprecherin des GKV-Spitzenverbands dürfte das Bundesgesundheitsministerium in dieser Woche die offiziellen Zahlen für 2015 bekannt geben.

Unterdessen schmort der Streit über die paritätische GKV-Beitragsfinanzierung im Bundesrat weiter in den Ausschüssen.

Der Antrag von sieben Ländern, die eine Rückkehr zur Beitragsparität fordern, wurde vergangenen Freitag nicht im Plenum beraten. Der Vorstoß findet offenbar derzeit keine Mehrheit im Bundesrat. (fst)

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