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Klimawandel

Ärzte als Influencer in der Klimakrise

Mediziner fordern den Berufsstand auf, sich in die Diskussion über den Klimawandel einzumischen. Die nächste Legislaturperiode des Bundestags sei entscheidend.

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Berlin. Die Erwärmung der Atmosphäre und die Gesundheit hängen eng zusammen. Darauf haben Ärzte, Politiker und Wissenschaftler bei einer Diskussionsveranstaltung der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) am Donnerstag verwiesen.

„Der Klimawandel und seine gesellschaftlichen Folgen sind ein genuin ärztliches Problem“, sagte Professor Sebastian Schellong, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. Deshalb bestehe eine direkte Verbindung von ärztlicher Wissenschaft und politischem Handeln. Die Verletzlichkeit von Menschen aufgrund von Hitze, die Hitzetoten oder die Menge der aufgrund der Erderwärmung verloren gehenden Arbeitsstunden seien längst messbar. Darauf müssten Ärzte als „Influencer“ im politischen Diskurs hinweisen.

Hitze auch in Praxen und Krankenhäusern

Dr. Ralph Krolewski, Hausarzt in Gummersbach, geht von vier Millionen hitzegefährdeten Menschen in Deutschland aus. Es gebe aber keinen Plan, wie Menschen in sich aufheizenden Gebäuden geschützt werden könnten. Betroffen seien auch Krankenhäuser und Arztpraxen.

Die Bremer Internistin Lisa Pörtner bezeichnete die bevorstehende Legislaturperiode als entscheidend, um die Weichen Richtung nachhaltiger Politik zu stellen. Ernährungspolitik, Stadtplanung und Hitzeaktionspläne benötigten besonderes Augenmerk.

Der FDP-Gesundheitspolitiker und Internist Professor Andrew Ullmann diagnostizierte nachlassende Gesundheitskompetenz in Deutschland. Wissen über Essen und seine Produktion zu vermitteln sei ein wichtiger Ansatz. (af)

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