Ärzte verbessern Versorgung von Heimpatienten

NEUBRANDENBURG (di). Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern schließen Versorgungsverträge mit Pflegeeinrichtungen, um die Betreuung von AOK-Heimpatienten zu verbessern. Pro Bewohner werden für die zusätzlichen Leistungen 25 Euro im Quartal extra vergütet.

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"Durch wöchentliche ärztliche Präsenz und eine erweiterte Telefonbereitschaft soll die Kontinuität in der Betreuung weiter verbessert werden. Zugleich werden der Dialog und die Zusammenarbeit des Arztes mit den Pflegekräften intensiviert", sagte Dr. Dieter Kreye. Der Hausarzt aus Neubrandenburg ist einer von landesweit rund 50 Ärzten, die mit Pflegeheimen nach einem zwischen AOK und KV im Nordosten ausgehandelten Rahmenvertrag kooperieren.

Bislang nutzen 14 Einrichtungen den Vertrag, um mit ausgewählten Ärzten zusammenzuarbeiten. Die Ärzte verpflichten sich dabei zu einer Rufbereitschaft von sieben bis 21 Uhr, zu einer wöchentlichen Sprechstunde im Heim sowie zu einer intensiven Kommunikation mit dem Pflegepersonal.

Die AOK, die landesweit rund 78 Prozent alle Pflegeheimbewohner im Nordosten stellt, verspricht sich von der Vereinbarung eine verbesserte Versorgung und Einsparungen durch weniger Klinikeinweisungen. Bislang werden nach Beobachtung der Kasse Pflegeheimbewohner zum Teil unbegründet eingewiesen, weil Pflegekräfte sich nicht mit niedergelassenen Ärzten absprechen.

Ziel der AOK ist es, für die Heime jeweils mit einer Gruppe von Ärzten zu einer Vertragslösung zu kommen. AOK-Sprecher Markus Juhls betonte aber, dass die freie Arztwahl der Pflegeheimbewohner nicht eingeschränkt wird. Ob ein Arzt an einem der Verträge vor Ort teilnehmen kann, entscheiden AOK und Pflegeheim im Einzelfall.

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