Bundesarztregister

Ärzteschaft wird weiblicher

Unter den niedergelassenen Ärzten sind immer mehr Frauen. Das zeigen Daten aus dem Bundesarztregister, wie die KBV vermeldet.

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BERLIN. Die Ärzteschaft wird immer weiblicher: Wie die KBV unter Berufung auf das Bundesarztregister berichtet, gibt es unter den niedergelassenen Ärzten immer mehr Frauen.

Ihr Anteil sei von knapp 18 Prozent vor 35 Jahren auf 38 Prozent im Jahr 2013 gestiegen, heißt es in einer Mitteilung.

Der KBV zufolge steigt die Zahl der Vertragsärztinnen langsam, aber kontinuierlich - in den vergangenen Jahren jährlich um 0,5 Prozentpunkte.

Die gleiche Tendenz sei bei Medizinstudenten zu sehen: Waren 2012 noch 60,9 Prozent aller Studienanfänger im Fach Humanmedizin weiblich, sind es zu Beginn des Wintersemesters 2013 bereits 61,9 Prozent.

Gynäkologie beliebt - Urologie weniger

Ärztliche Fachgruppen mit einem besonders hohen Frauenanteil sind nach KBV-Angaben die ärztlichen Psychotherapeuten (63,5 Prozent), Kinder- und Jugendpsychiater (60,9 Prozent) sowie Frauenärzte (60,3 Prozent). Bei den Hausärzten liege der Frauenanteil bei 41,2 Prozent, schreibt die KBV.

Nicht so begehrt scheinen bei den Frauen die Mund-, Kiefer- und Gesichts-Chirurgie sowie Urologie (jeweils 9,8 Prozent). Die Minderheit stellen Ärztinnen der KBV zufolge bei den Orthopäden (10,7 Prozent), Chirurgen (12,2 Prozent) und Neurochirurgen (13 Prozent).

Ein gravierender Unterschied sei auch zwischen Ost- und Westdeutschland zu verzeichnen, berichtet die KBV. In den neuen Ländern seien 52,6 Prozent der niedergelassenen Ärzte weiblich, im Westen nur 35,8 Prozent. (ths)

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