Berufspolitik

Ärztetag: Genossenschaftler fordern "härtere Gangart"

BAD SEGEBERG (di). Der Bundesverband der Ärztegenossenschaften (BVÄG) glaubt nicht, dass der Deutsche Ärztetag zu einem Umdenken in der Gesundheitspolitik führen wird. Die Genossen fordern von den 250 Delegierten eine "härtere Gangart".

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"Das Mandat der verfassten Ärzteschaft erschöpft sich nicht in Leitsätzen, sondern beinhaltet auch Strategien für die Umsetzung unserer essentiellen Forderungen", heißt es in einer Mitteilung der Genossen im Vorfeld des 111. Deutschen Ärztetages. Das in diesem Zusammenhang diskutierte "Ulmer Papier" betrachten die Genossen lediglich als Bestandsaufnahme, die nach ihrer Ansicht aber keinen Gesinnungswandel bei Politikern bewirken wird.

Ohne die vom BVÄG geforderten Strategien wird die Attraktivität des Arztberufes in Deutschland nach Auffassung des Verbandes weiter sinken. "Weitergabe von Rationierung und Leistungseinschränkung an Patienten wird zum System und ist für ärztliche Berufsfreiheit und eine Vertrauensbeziehung zerstörerisch", warnte der Verband, dem bundesweit 17 Ärzteorganisationen mit rund 10 000 Mitgliedern angehören. Der 111. Deutsche Ärztetag beginnt am 20. Mai in Ulm.

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