Ärztetag will schärfere Regeln im Berufsrecht

KIEL (HL/bee). Der Ärztetag hat das Reglement für die Berufsausübung von Ärzten deutlich präzisiert. Wie ein roter Faden zog sich ferner das Bemühen um einen besseren Einstieg in den Beruf, vor allem in Weiterbildung durch den Kieler Ärztetag.

Veröffentlicht:
Abstimmungsmarathon: über hundert Anträge berieten die Delegierten am Freitag.

Abstimmungsmarathon: über hundert Anträge berieten die Delegierten am Freitag.

© Schischefsky

Mit der Novellierung der Musterberufsordnung in 20 Paragrafen gibt es umfangreiche praxisrelevante Änderungen für die Berufsausübung von Ärzten. Dabei steht vor allem eine stärkere Beratungspflicht des Arztes für seine Patienten im Fokus.

Patienten müssen vor Behandlungen wie beispielsweise Operationen über die Tragweite und auch die Risiken aufgeklärt werden. Werbung im Wartezimmer zu eigenen gewerblichen Aktivitäten des Arztes sind künftig untersagt. Bindend wird die Novellierung für Ärzte durch die Berufsordnungen ihrer Kammern.

Um dem Mangel an Allgemeinärzten abzuhelfen, soll der Quereinstieg aus anderen Fächern in die Allgemeinmedizin möglich werden. Die Option soll befristet gelten. Insgesamt nahmen Verbesserungen in den Berufseinstieg breiten Raum bei den Beratungen des Ärztetages ein.

BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery und der gastgebende Kammerpräsident Franz Bartmann zeigten sich zufrieden mit den Ergebnissen des Ärztetages. Die Bilanz: ein hohes Niveau bei der Beratung ethischer Fragen und ein immenses Arbeitsprogramm zur Gesundheitspolitik.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne „Hörsaalgeflüster“

Medizin der Zukunft braucht mehr als Sonntagsreden

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Strukturelle Ursachen ausschließen!

Das sind die Red Flags bei Nackenschmerzen

Landessozialgericht Baden-Württemberg

Urteil: Vollkostenerstattung der TI war gesetzlich nie beabsichtigt

Herzinsuffizienz

HFrEF-Therapie: So sieht die optimale Therapie (derzeit) aus

Lesetipps
Ein einbandagierter Fuß

© Patrick Bonnor / stock.adobe.com

Wundheilung

Ulcus cruris venosum: Was für die Kompressionstherapie wichtig ist

Nahaufnahme eines Smartphone-Bildschirm mit dem Chatverlauf des Smartphonebesitzers mit einem Chatbot.

© terovesalainen / stock.adobe.com

Tipps für die Praxis

Wie sag ich‘s Patienten, dass der KI-Chatbot falschliegt?

Rita Süssmuth steht in ihrem Büro im Deutschen Bundestag.

© Bernd von Jutrczenka/dpa

Nachruf

Rita Süssmuth: Kämpferin gegen Diskriminierung