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Ärztinnenbund will verbindliche Frauenquote

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BERLIN. Der Deutsche Ärztinnenbund fordert eine verbindliche Frauenquote für das Gesundheitswesen.

"Bei der in letzter Zeit gern beschworenen ‚drohenden‘ Feminisierung der Medizin handelt es sich faktisch um eine Wahrnehmungsstörung verunsicherter Kollegen", sagt die Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes (DÄB) Dr. Regine Rapp-Engels.

Derzeit betrage der Frauenanteil der berufstätigen Mediziner 45 Prozent. Hochgerechnet anhand der bisherigen Steigerungsraten würden Ärztinnen in Kliniken und Praxen frühestens im Jahr 2027 entsprechend ihrem Anteil in der Bevölkerung vertreten sein.

Trotz des hohen Frauenanteils seien aber bislang nur 26 Prozent der Leitungsfunktionen in deutschen Krankenhäusern mit Frauen besetzt, der Anteil der Chefärztinnen liege zwischen acht und zehn Prozent und nur 5,6 Prozent der W3/C4-Professuren sei mit Frauen besetzt.Liege der Frauenanteil bei den medizinischen Dissertationen bei 50 Prozent, seien es bei den Habilitationen nur noch 20 Prozent.

Der DÄB kristisiert auch, dass Wahllisten zu den ärztlichen Körperschaften nach wie vor nicht paritätisch besetzt würden. "Der Deutsche Ärztinnenbund fordert eine verbindliche Frauenquote, weil die Zukunft der Medizin bisher nur auf der Ebene der Assistenzärztinnen weiblich ist", so Rapp-Engels. (chb)

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