Berufspolitik

Alt-Medikamente zurück zur Apotheke - in Hessen geht das

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OFFENBACH (ine). Viele Apotheken in Hessen nehmen alte oder nicht mehr benötigte Medikamente ihrer Kunden an. Diesen Service ermöglicht eine Kooperation des Hessischen Apothekerverbandes mit zwei Müllentsorgern. Bis Mitte vergangenen Jahres hatte ein Entsorgungsunternehmen bundesweit in den Apotheken Altarzneimittel kostenlos abgeholt. Die Finanzierung erfolgte zum Teil durch die pharmazeutische Industrie und durch den Erlös aus dem Verkauf der Verpackungsmaterialien. Durch die Änderung der Verpackungsverordnung zum 1. Juni 2009 waren die Hersteller nicht mehr bereit, in dieses System einzubezahlen.

Wie der Verband mitteilt, sieht das landesweite Konzept vor, dass einmal im Monat für eine Pauschale in den beteiligten Apotheken drei Säcke mit Altarzneimitteln abgeholt werden. "Es gab viele Anfragen von den Apotheken vor Ort, die diese Serviceleistung weiter für ihre Kunden erbringen wollten, jedoch an den Kosten und dem Zeitaufwand hierfür scheiterten", so die Sprecherin des HAV, Kirsten Müller-Kuhl. In der Regel sei es zwar ökologisch unproblematisch, Medikamente mit dem Restmüll zu entsorgen, da dieser in die Müllverbrennungsanlage komme. "Wir sind jedoch der Meinung, dass die Apotheke die kompetente Stelle ist, wenn es um das Thema Arzneimittel geht".

Die Laufzeit der Vereinbarung ist auf ein Jahr begrenzt. Denn nach einer EU-Richtlinie sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, Sammelsysteme für nicht verwendete oder abgelaufene Arzneimittel einzurichten.

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