Kommentar

An Ältere in den Kliniken denken!

Von Andreas Kindel Veröffentlicht:

Nirgendwo in Westdeutschland ist die Überalterung der Bevölkerung so dramatisch wie im Saarland. Doch hier wird gerade eine neue Kinderklinik gebaut - obwohl die Kinder-Uniklinik Homburg keine 20 Kilometer entfernt ist. Auf der anderen Seite werden internistische Betten seit Jahren abgebaut.

Da musste es irgendwann einmal dazu kommen, dass alle internistischen Abteilungen abmelden und der Notarzt sehen kann, wo er bleibt. Auch das Einweisungsverhalten der Hausärzte hat sich offenbar geändert: Sie schicken ihre Patienten jetzt öfters ins Krankenhaus als früher. Aber vielleicht hat das ja auch gute Gründe.

Wie wäre es mit dem Vorschlag aus den Reihen der Hausärzte, sogenannte "Low Level"-Stationen zu öffnen, in denen es zwar nicht die Tip-Top-Maximalversorgung gibt, dafür aber viele Leiden gerade älterer Menschen behandelt werden können? Krankenhaus-Planer und Mediziner müssten sich zwar auf Änderungen einstellen, den Patienten würde das aber helfen.

Lesen Sie dazu auch: Frühwarnsystem soll über Klinikauslastung informieren

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Frustration über die fehleranfällige Digitalisierung hat bei Ärztinnen und Ärzten im vergangenen Jahr zugenommen, zeigt das am Freitag veröffentlichte „Praxisbarometer Digitalisierung“ der KBV.

© baranq / stock.adobe.com

KBV-Praxisbarometer

Ärzte frustriert: Tägliche TI-Probleme in jeder fünften Praxis

Den Stempel Genesenenstatus gibt es in der Form nicht mehr: Jeder Bundesbürger muss nun wissen, dass der 15., der 28. oder der 90. Tag nach Impfung oder Erkrankung etwas am Status ändert.

© Torsten Sukrow/SULUPRESS.DE/picture alliance

Kommentar zur Corona-Bürokratie

Leben ist mehr als ein Antikörpertiter

Eine Spritze wird während einer Corona-Impfaktion in Hamburg aufgezogen.

© Daniel Bockwoldt / dpa

Gastbeitrag

Corona-Impfpflicht? Es gäbe Alternativen!