Arzneimittelpolitik

Arbeitsfrei drückt Arzneiausgaben

Im Mai sind die Ausgaben für Arzneimittel deutlich gesunken - um satte 4,4 Prozent. Die Ursache dafür steckt im Kalender.

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FRANKFURT/MAIN (fst). Vertragsärzte haben im Mai Arzneimittel und Impfstoffe für 2,51 Milliarden Euro verordnet. Das entspricht einem Rückgang um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Ursächlich für den Trend dürfte vor allem die Tatsache sein, dass der Mai zwei Arbeitstage weniger umfasste als der Vorjahresmonat, meldet das Beratungsunternehmen IMS Health.

Lässt man die Ausgaben für Impfstoffe in Höhe von etwa 65 Millionen Euro außen vor, dann sinken die Ausgaben um 4,1 Prozent.

In diesen Zahlen sind die Zwangsrabatte für Arzneihersteller und Apotheker berücksichtigt, nicht jedoch die Einsparungen aus Rabattverträgen. Stärker noch ist die Zahl der abgegebenen Packungen gesunken, und zwar um 5,4 Prozent.

Die Menge der verkauften Packungen nahm in den ersten fünf Monaten um 0,5 Prozent auf 286,6 Millionen ab.

Zu berücksichtigen ist dabei, dass der Anteil der verordneten N2- und vor allem N3-Großpackungen zuletzt stetig zugelegt hat.

Starker Einbruch bei Mehrfachimpfstoffen

Seit Jahresbeginn addieren sich Verordnungskosten zu Lasten der gesetzlichen Kassen auf 12,53 Milliarden Euro - ein Plus von 1,9 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2011.

Damit liegt der Wert unter der vereinbarten Zielmarke eines Ausgabenanstiegs von 2,4 Prozent.

Einen drastischen Rückgang verzeichnet im Mai der Impfstoffmarkt, die Ausgaben fallen um 16 Prozent.

Dabei bricht das Segment der Mehrfachimpfstoffe mit Ausgabenrückgängen von rund 21 Prozent besonders stark ein. Auch die Verordnungskosten im Teilmarkt, zu dem die HPV- und FSME-Impfstoffe gehören, gehen um 5,4 Prozent zurück.

Die Zwangsabschläge für Arzneimittelhersteller und Apotheken erreichen nach fünf Monaten rund 1,7 Milliarden Euro.

Dabei leisten pharmazeutische Unternehmer Rabatte in Höhe von 1,025 Milliarden Euro zu Gunsten der gesetzlichen Kassen, auf 181 Millionen Euro beläuft sich der Rabatt, den die PKV-Unternehmen verbuchen. Apotheken haben seit Januar Abschläge in Höhe von 524 Millionen Euro geleistet.

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