30,8 Milliarden Euro

Arzneiausgaben wachsen um fünf Prozent

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FRANKFURT/MAIN. Die Ausgaben in der GKV für Arzneimittel und Test-Diagnostika haben im vergangenen Jahr rund 30,8 Milliarden Euro betragen. Das entspricht einem Anstieg von fünf Prozent im Vergleich zu 2012, geht aus einer Auswertung des Beratungsunternehmens IMS Health hervor.

Basis bilden hier die Apothekenverkaufspreise abzüglich der Zwangsrabatte für Hersteller und Apotheken sowie die Rabatte aus Erstattungsbeträgen (nach Paragraf 130 SGB V).

Werden zusätzlich die - geschätzten - Einsparungen aus Arznei-Rabattverträgen berücksichtigt (2,8 Milliarden Euro), dann ergeben sich laut IMS Health Ausgaben von 28,1 Milliarden Euro (plus 3,1 Prozent in der GKV).

Zuletzt im Dezember 2013 haben die Arzneiausgaben - bei einem zusätzlichen Arbeitstag im Vergleich zum Vorjahresmonat - um zehn Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zugelegt.

Zu den wachstumsstärksten Präparatgruppen im abgelaufenen Jahr gehörten patentgeschützte Substanzen (13 Prozent) sowie die überwiegend rabattgeregelten Generika. Altoriginale, deren Patentschutz abgelaufen ist, büßten 14 Prozent ein.

Über die Tresen der Apotheken gingen im vergangenen Jahr im rezeptpflichtigen GKV-Markt 691 Millionen Packungen, was einem Plus von 2,1 Prozent entspricht. Deutliches Wachstum haben rezeptfreie Arzneien verzeichnet, deren Umsatz (Versandhandel, GKV, PKV und Selbstmedikation) um 6,1 Prozent auf 7,35 Milliarden Euro gestiegen ist, berichtet IMS Health.

Die von pharmazeutischen Herstellern und Apotheken zu leistenden Zwangsabgaben addierten sich im Vorjahr auf 3,9 Milliarden Euro, davon entfallen 2,78 Milliarden Euro auf die Hersteller. Das zu Gunsten der PKV generierte Einsparvolumen belief sich auf 476 Millionen Euro. (fst)

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