Arzneimittelpolitik

Ausgaben für Arzneien im April fast auf Vorjahresniveau

FRANKFURT/MAIN (fst). Nach einem starken Zuwachs im März liegen die Arzneiausgaben zu Lasten der gesetzlichen Kassen im April fast auf dem Vorjahresniveau.

Veröffentlicht: 11.06.2010, 05:00 Uhr

Im April 2010 haben Vertragsärzte Arzneimittel und Impfstoffe im Wert von 2,488 Milliarden Euro zu Lasten der GKV verordnet, berichtet das Marktforschungsunternehmen IMS Health. Das entspricht einem Plus von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Lässt man die Impfausgaben von etwa 75 Millionen Euro unberücksichtigt, dann beträgt der Zuwachs 1,6 Prozent. Im Vormonat hatten die Ausgaben insgesamt noch rund 2,61 Milliarden Euro betragen.

Die Angaben basieren auf Apothekenverkaufspreisen, von denen Zwangsrabatte von Herstellern und Apotheken bereits abgezogen sind. Zu berücksichtigen ist, dass die Osterfeiertage - anders als im Vorjahr -  diesmal in den April gefallen sind.

Gesunken ist im April auch die Zahl der abgegebenen Packungen im Vergleich zum April 2009, und zwar um 0,7 Prozent auf etwa 57,6 Millionen Packungen. Im März waren noch etwa 61,6 Millionen Packungen abgegeben worden.

Addiert man die Ausgaben von Mai 2009 bis April 2010, so beläuft sich das Umsatzvolumen des GKV-Marktes auf etwa 29 Milliarden Euro. Das entspricht im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2008/2009 einem Plus von 4,9 Prozent. Differenziert ist die Entwicklung bei Impfstoffen. Insgesamt ist der Markt im April um 7,5 Prozent rückläufig. Die Umsätze bei Mehrfachimpfstoffen legen insgesamt zweistellig zu. Dagegen werden bei Einfachimpfstoffen fast durchgängig sinkende Umsätze verbucht.

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