AOK Bayern

Ausstieg aus Hausarztvertrag jetzt möglich

Mit Blick auf das bevorstehende Schiedsverfahren um einen neuen Hausarztvertrag baut die AOK Bayern weiteren Druck auf.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Die AOK Bayern hat jetzt ihre Versicherten, die am Hausarztvertrag teilnehmen, darüber informiert, dass sie für diesen Vertrag ein außerordentliches Kündigungsrecht haben. Der Grund: Der aktuelle Hausarztvertrag wurde von der AOK bereits im vergangenen Jahr gekündigt und läuft Ende des Monats offiziell aus.

Nachdem die Verhandlungen zwischen dem Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) und der AOK über einen neuen Vertrag zu keinem Ergebnis geführt hatten, wurde auf Antrag der BHÄV inzwischen ein Schiedsverfahren eingeleitet. Auch hier gibt es bislang noch kein Ergebnis. Die Inhalte des alten Vertrages gelten daher übergangsweise für die nächsten zwei Quartale weiter.

Die Information der eingeschriebenen AOK-Versicherten erfolge nach einer Aufforderung des Vorsitzenden der Schiedsstelle und stehe im Zusammenhang mit der aktuellen Vertragssituation, betonte die AOK am Dienstag. Anderslautende Informationen einzelner Ärzte vor Ort seien nicht seriös.

Versicherte, die weiter an der HzV teilnehmen wollen, brauchen nach Angaben der AOK nichts zu unternehmen. Wer hingegen aus dem Hausarztvertrag ausscheiden wolle, müsse jetzt kündigen, um in die Regelversorgung zu wechseln.

In ihrer Mitteilung versichert die AOK, dass sie ihren Versicherten baldmöglichst einen neuen Hausarztvertrag anbieten wolle. Dieser müsse jedoch "qualitativ hochwertige Leistungen beinhalten, von denen die Patienten in besonderem Maße profitieren", so die AOK. (sto)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Gesundheitspolitik

HPV-Impfung verhindert Krebs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Muskuloskelettale Erkrankungen

Was bringt Kinesiotaping?

Asthma, COPD und Co.

Acht Fehler bei der Inhalationstherapie – und wie es richtig geht

Lesetipps
Ein Kardiologe verwendet einen Schlauch für die Radiofrequenzkatheterablation eines Patienten mit Vorhofflimmern.

© romaset / stock.adobe.com

Nach Katheterablation

Kontrolle von Risikofaktoren schützt vor Vorhofflimmern-Rezidiven

Eine Blutprobe zur Bestimmung von vier kardiovakulären Schlüsselmarkern.

© Henrik Dolle / stock.adobe.com

Verdacht auf Myokardinfarkt

Wenn erhöhte Troponine täuschen und es kein Herzinfarkt ist

Diabetischer Fuß mit Ulkus

© Brauer / stock.adobe.com

Innovative Therapieansätze

Mit Fischhaut gegen den diabetischen Fuß