Numerus clausus

BÄK mit großen Erwartungen

Das Bundesverfassungsgericht will sich den NC vornehmen. Ärztekammer und MB sehen darin eine Chance.

Veröffentlicht:

BERLIN. Professor Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), begrüßt, dass sich das Bundesverfassungsgericht am 4. Oktober mit der Vergabe von Studienplätzen mit bundesweitem Numerus clausus befassen wird. "Wir haben immer gesagt, dass das rein auf der Abiturnote basierende System der Studienzulassung nicht mehr zeitgemäß ist", betont er. Zum Arztsein brauche es mehr als die Fähigkeit, leicht zu lernen: "Wir brauchen nicht nur hoch lernfähige, wissenschaftlich orientierte, potenzielle Nobelpreisträger, sondern wir brauchen auch gute Ärzte, die sich durch soziale Kompetenz auszeichnen und auch bereit sind, aufs Land zu gehen. Deshalb sollten neben der Abiturnote weitere Kriterien für das Auswahlverfahren herangezogen werden."

Dazu zählen laut BÄK psychosoziale Kompetenzen, soziales Engagement und einschlägige Berufserfahrung. Zudem erneuerte Montgomery seine Forderung nach Assessment-Centern für Bewerber. "Wir brauchen aber auch mehr Studienplätze", so der Ärztekammer-Präsident, "um wieder ausreichend Ärzte für die Patientenversorgung zur Verfügung zu haben. Dringend notwendig ist eine Steigerung um zehn Prozent."

Der Marburger Bund sprach sich für eine neue Berechnung notwendiger Studienplatzkapazitäten aus. Hauptgeschäftsführer Armin Ehl sagte, nötig sei, die Hauptquoten Abinote und Auswahlverfahren der Hochschulen zusammenzuführen. In dieser neuen Quote sollten die Ergebnisse des Schulabschlusses niedriger als bisher gewichtet und weitere Auswahlkriterien mit entsprechender Aussagekraft, wie beispielsweise Sozialkompetenz und Motivation, stärker und möglichst bundeseinheitlich berücksichtigt werden.(aze)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne aus Berlin

Die Glaskuppel zur Prävention: Mehr als Kochkurs und Yogamatte

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Nächtlicher Augeninnendruckanstieg

Sind zwei Kopfkissen für Menschen mit Glaukom eines zu viel?

Hausarzt und Gebietsärztin im Interview

Hausarztvermittlungsfälle: Wo es hakt und wie es besser ginge

Lesetipps
Ein älterer Flugpassagier fasst sich an die Brust. Herzprobleme?

© Bonsales / Generated with AI / Stock.adobe.com

Flugmediziner klärt auf

Wann ein Mensch zu krank für den Flug ist

Ein älterer Mann, der sich zu Hause topische  nichtselektiven Betablocker als Augentropfen verabreicht.

© New Africa / stock.adobe.com

Topische Therapie

Betablocker gegen Glaukom erhöhen nicht das Parkinson-Risiko