Drogenpolitik

BÄK stellt sich gegen Freigabe von Cannabis

Veröffentlicht: 27.06.2018, 11:01 Uhr

BERLIN. Cannabis nicht verharmlosen! Dazu haben die Vorsitzenden der Arbeitsgruppe "Sucht und Drogen" in der Bundesärztekammer, Dr. Josef Mischo und Erik Bodendieck, anlässlich des Welt-Drogentags aufgerufen.

Auch auf konkret politischer Ebene stemmt sich die BÄK gegen eine Legalisierung von Cannabis. Damit würden die gesundheitlichen Gefahren des Konsums von Haschisch und Marihuana verharmlost, heißt es in einer Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags am Mittwoch in Berlin. Eine Legalisierung, so die BÄK, führe zu mehr Konsumenten und dadurch steigenden medizinischen Behandlungsbedarf.

Der Ausschuss berät einen Gesetzentwurf der Grünen und Anträge der FDP und der Linken. Die Grünen fordern ein "Ende der Prohibitionspolitik". Ihr Entwurf sieht vor, für Cannabis einen streng kontrollierten Markt für erwachsene Konsumenten einzurichten.

Die FDP setzt sich in einem Antrag für Cannabis-Modellprojekte ein. Solche Projekte hatten der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und die Stadt Münster vergeblich beantragt. Die Linke fordert in ihrem Antrag eine straffreie Menge von bis zu 15 Gramm Haschisch oder Marihuana für den Eigenbedarf volljähriger Konsumenten.

Die Bundesregierung erlaubt bislang die Abgabe der Droge nur zu medizinischen Zwecken. (af)

Mehr zum Thema

Medikamentenzuzahlung

Lieber Verzicht statt Befreiung?

KBV-Vertreterversammlung

EBM-Reform in jetziger Form wird abgelehnt

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Immer mehr Platzwunden vom Handy

Kopf-Hals-Verletzungen

Immer mehr Platzwunden vom Handy

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden