Pandemie

BARMER verzeichnet steilen Anstieg bei Corona-AU

Die Corona-Inzidenz in Deutschland ist rückläufig – die Zahl der Krankschreibungen wegen COVID-19 ist dagegen stark gestiegen. Das geht aus einer Auswertung der BARMER hervor.

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Krankschreibungen wegen Corona haben zuletzt deutlich zugenommen, so eine aktuelle Analyse der BARMER.

Krankschreibungen wegen Corona haben zuletzt deutlich zugenommen, so eine aktuelle Analyse der BARMER.

© Goldmann/picture alliance

Berlin. Trotz offiziell rückläufiger Inzidenzen ist die Zahl der Corona-bedingten Krankschreibungen zuletzt rasant gestiegen.

Laut einer am Montag veröffentlichten Auswertung des BARMER-Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg) unter versicherten Erwerbstätigen waren in der Woche vom 18. bis 24. Juli 68.439 bei der Kasse versicherte Beschäftigte wegen einer COVID-19-Infektion krankgeschrieben.

Das entspricht einem Anstieg um rund 175 Prozent im Vergleich zur Woche vom 30. Mai bis 5. Juni. Damals hatte die Kasse 24.761 wegen Corona krankgeschriebene Versicherte gezählt. Damit näherten sich die Krankschreibungen immer mehr dem Höhepunkt während der fünften Welle im Frühjahr 2022 an, so die Kasse.

In der Spitze seien bis zu 88.740 krankengeldanspruchsberechtigte Versicherte arbeitsunfähig gewesen – und zwar in der Woche vom 28. März bis zum 3. April (siehe nachfolgende Grafik).

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Große regionale Unterschiede bei Corona-AU

Wie aus der Analyse weiter hervorgeht, gibt es massive regionale Unterschiede bei der Rate der Krankschreibungen mit einer COVID-19-Infektion. Zuletzt war Niedersachsen am stärksten betroffen. Hier lag die Anzahl der Krankschreibungen mit Corona zwischen dem 18. und 24. Juli deutlich über dem Bundesdurchschnitt – 238 im Vergleich zu 181 je 10.000 Krankengeld-Anspruchsberechtigte.

Auf Platz zwei und drei befanden sich Hessen und Rheinland-Pfalz mit 235 beziehungsweise 223 je 10.000 Krankengeld-Anspruchsberechtige, die mit einer Corona-Infektion krankgeschrieben waren. Sachsen bildet das Schlusslicht. Es lag mit 124 je 10.000 Anspruchsberechtigte deutlich darunter.

Sachsen-Anhalt und Brandenburg hatten mit 137 beziehungsweise 141 je 10.000 Anspruchsberechtige ebenfalls vergleichsweise geringe AU-Zahlen in diesem Zeitraum.

Die Zahlen deuten auf eine hohe Dunkelziffer bei den Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus hin. Grund könnte sein, dass immer mehr Menschen darauf verzichten, einem positiven Schnelltest einen aussagekräftigeren PCR-Test nachzuschieben. (hom)

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