Berufspolitik

Bayerischer Ärztetag will MDK umkrempeln

Die Ärztetags-Delegierten plädieren dafür, den Medizinischen Dienst künftig aus Mitteln des Gesundheitsfonds zu finanzieren.

Veröffentlicht: 20.10.2011, 12:09 Uhr

MÜNCHEN (sto). Die Finanzierung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) sollte unabhängig von den Krankenkassen erfolgen. Das hat der Bayerische Ärztetag gefordert.

Derzeit wird der MDK durch eine Umlage der Krankenkassen finanziert. Um die absolute Unabhängigkeit des MDK zu garantieren, sollte die Finanzierung künftig über den Gesundheitsfonds erfolgen, meinten die Delegierten. Damit werde die finanzielle Unabhängigkeit des MDK von den Kassen explizit zum Ausdruck gebracht.

Zugleich erinnerte der Ärztetag in einer weiteren Entschließung daran, dass auch die Ärzte des MDK Angehörige eines freien Berufes sind und bei der Wahrnehmung ihres Berufes nur ihrem ärztlichen Gewissen unterworfen sind.

Qualifikation der Prüfärzte sicherstellen

Dies müsse sich auch in den Vorschriften des MDK zur beruflichen Tätigkeit seiner Ärzte widerspiegeln.

Den MDK Bayern forderte der Ärztetag auf, bei Prüfungen die fachliche Qualifikation der Prüfärzte für das jeweils zu prüfende Fachgebiet sicherzustellen.

Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Krankenhäuser in ihren Abteilungen den jeweiligen Facharztstandard gewährleisten müssen, der MDK bei seinen Prüfungen dagegen fachfremde Ärzte einsetze.

Außerdem sollte in strittigen Fällen künftig wieder ein kollegiales Gespräch zwischen dem MDK und den behandelnden Ärzten möglich sein.

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