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Landtagswahl

Bayern steht Kopf

Die Groko-Parteien verlieren bei der Bayern-Wahl massiv, die CSU braucht einen Regierungspartner. Derweil äußert sich Gesundheitsministerin Huml über ihre Zukunft.

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Nach der Wahl: Der Parteivorsitzende und Bundesinnenminister Horst Seehofer (Mitte) kommt zur Sitzung des CSU-Vorstands und äußert sich gegenüber den Medien.

Nach der Wahl: Der Parteivorsitzende und Bundesinnenminister Horst Seehofer (Mitte) kommt zur Sitzung des CSU-Vorstands und äußert sich gegenüber den Medien.

© Kay Nietfeld/ dpa

MÜNCHEN. In Bayern haben die Wähler am vergangenen Sonntag die jahrzehntelange Alleinherrschaft der CSU beendet. Ministerpräsident Markus Söder braucht künftig einen Koalitionspartner und strebt nach eigenen Aussagen ein "bürgerliches Bündnis" an.

Mit einer langwierigen Regierungsbildung ist nicht zu rechnen, erste Gespräche werden bereits in den nächsten Tagen aufgenommen: Nach der bayerischen Verfassung muss der neue Ministerpräsident innerhalb von vier Wochen nach einer Landtagswahl gewählt werden.

Ein Fokus in Wahlprogramm der CSU war auch das Thema Gesundheit und Versorgung mit umfangreichen Maßnahmen. So plant die CSU – federführend mit Gesundheitsministerin Melanie Huml – mit einer Landarztquote und einer neuen Landarztprämie zusätzlich 1000 Ärzte aufs Land zu bringen. Und für den stationären Sektor wurden Investitionen in den Krankenhausbau von mehr als drei Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren versprochen. Versprochen werden auch 1000 neue stationäre Pflegeplätze. 

Mögliche Koalitionspartner stehen bereit

Bei der Landtagswahl kam die CSU nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis nur noch auf 37,2 Prozent, ein Verlust von 10,4 Prozent gegenüber der Landtagswahl vor fünf Jahren. Zweitstärkste Kraft wurden die Grünen mit 17,5 Prozent, die damit ihren Stimmenanteil mehr als verdoppelten und vor allem in den großen Städten zulegten.

Die Freien Wähler (FW) erzielten mit 11,6 Prozent ihr bislang bestes Ergebnis und werden als möglicher Koalitionspartner der CSU gehandelt. Der Chef der Freien Wähler Hubert Aiwanger hat bereits Anspruch auf drei Ministerien angemeldet.

Die AfD kam auf 10,2 Prozent, die SPD verlor fast elf Prozent und rutschte auf 9,7 Prozent. Die FDP zieht mit 5,1 Prozent wieder in den Landtag ein.

Gesundheitsministerin äußert sich

"Die Personen kommen ganz zum Schluss", so die derzeitige bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) nach den Hochrechnungen im Fernsehsender TV Oberfranken über ihre politische Zukunft. Zuerst müssten die Verhandlungspartner die Inhalte abstecken, sagte Huml, die seit 2013 Gesundheitsministerin im Freistaat ist.

Die Bambergerin behielt ihr Amt, nachdem der neue Ministerpräsident Markuns Söder im März Teile des Kabinetts umgebildet hatte. (sto, Mitarbeit: ajo, run)

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Teure Bayern-Pläne

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