Ärzte-Korruption

Bayerns Justizminister fordert fünf Jahre Haft

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) hat sich für hohe Strafen bei Korruption im Gesundheitswesen ausgesprochen. Der CSU-Politiker forderte am Freitag in München die Einführung eines neuen Straftatbestands, so wie es die große Koalition längst plant.

Bestechliche Ärzte, Apotheker und Psychotherapeuten sollten nach Bausbacks Vorstellung mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden können, in besonders schweren Fällen sogar mit bis zu fünf Jahren.

Außerdem richtet Bausback in Bayern drei Schwerpunktstaatsanwaltschaften ein, die Kriminalität im Gesundheitswesen bekämpfen sollen. (dpa)

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dipl.-Med Wolfgang Meyer

Wer wirft den ersten Stein?

Es ist schon kurios, dass solch populistische Forderungen und Wortmeldungen
immer wieder soviel Aufmerksamkeit erregen! Solange wir als Ärzteschaft es
nicht hinkriegen, für "Sauberkeit" in unseren eigenen Reihen zu sorgen, werden wir nicht verhindern können, dass sich Unberufene dieser Thematik annehmen. Der Großteil der Ärzteschaft, der sich Tag um Tag ehrlich und engagiert um die Patienten kümmert, gerät durch die in Verruf, die mit der Profitgier der Gesundheitsindustrie gemeinsame Sache machen. Das zerstört auf Dauer das Vertrauen in eine Medizin, die eigentlich dem Menschen dienen
soll, dies aber leider viel zu lange so nicht mehr tut! Da hilft kein Weh-
klagen, sondern nur eine radikale Umkehr! Viel Hoffnung jedoch ist sicher nicht angebracht.

Dr. Wolfgang P. Bayerl

vorher sollte endlich Verschwendung von Steuergeldern

zum Straftatbestand gemacht werden,
genügend Unterschriften dafür gibt es bereits.


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