Direkt zum Inhaltsbereich

Reaktionen auf Gesetzentwurf

Beifall und Buhrufe für die neuen Kassenpläne

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sein umstrittenes Gesetz zur Neuorganisation der Krankenkassenlandschaft und des Kassenfinanzausgleichs deutlich modifiziert. Dafür erntet er Lob – und Kritik.

Thomas HommelVon Thomas Hommel Veröffentlicht:
Lex AOK fällt weg: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) speckt seine Kassenreform ab.

Lex AOK fällt weg: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) speckt seine Kassenreform ab.

© Gregor Fischer/dpa

BERLIN. Der Streit um die Neuorganisation der Kassenlandschaft und des Kassenfinanzausgleichs (Morbi-RSA) geht in die nächste Runde.

Erwartungsgemäß fielen die Reaktionen auf den abgewandelten Entwurf für das „Fairer-Kassenwettbewerb-Gesetz“ von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) recht unterschiedlich aus. Der Entwurf liegt der „Ärzte Zeitung“ vor.

Die Chefin des Ersatzkassenverbands, Ulrike Elsner, betonte am Mittwoch, das vorgelegte Gesamtpaket zur Weiterentwicklung des Morbi-RSA sei „stimmig“. Es sei jetzt rasch umzusetzen.

Der Chef der Barmer-Krankenkasse, Professor Christoph Straub, sprach von einem „Meilenstein“. Der Gesetzentwurf dürfe vom Parlament nicht verwässert werden.

Der Chef der Techniker, Dr. Jens Baas, bemängelte, der große Wurf für eine einheitliche Aufsicht fehle im Entwurf.

AOK-Lager begrüßt Wegfall der „Zwangsöffnung“

Der Chef des BKK-Dachverbands Franz Knieps sagte, das Gesamtpaket stimme. Es dürfe nun nicht mehr aufgeschnürt werden. „Nur dann werden die vorhandenen Wettbewerbsverzerrungen reduziert.“

Das AOK-Lager begrüßte den Wegfall der zunächst geplanten „Zwangsöffnung“ regionaler Kassen. Damit wäre ein einseitiger Preiswettbewerb zulasten regionaler Versorgungsinteressen losgetreten worden, sagte der Vizechef des AOK-Bundesverbandes Jens-Martin Hoyer. Die für den RSA geplante Regionalkomponente schwäche hingegen den ländlichen Raum und zementiere die „Überversorgung in Ballungszentren“, warnte Hoyer.

Mit der Herausnahme der AOK-Öffnung beugt sich Spahn dem Druck der Länder. Auch beim Koalitionspartner SPD war das Vorhaben durchgefallen.

Der jetzige Entwurf beinhaltet somit im Kern nur noch Neuregelungen, die den RSA, das Organisations- und Wettbewerbsrecht der Kassen sowie die Strukturen des GKV-Spitzenverbandes betreffen.

Lesen Sie dazu auch: Spahn rudert zurück: AOK-Öffnung ist vom Tisch Kommentar: Spahns Sperrminorität

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Adipositas mit und ohne Typ-2-Diabetes

Wann Inkretinmimetika für Kinder und Jugendliche?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Erfolgreiche Überbrückung bis zur Transplantation

Schwer an ARDS Erkrankter überlebt Entfernung beider Lungenflügel

Anpassungsvorgänge brauchen Zeit

Höhenkrankheit bei Kindern und Jugendlichen: Das gilt es zu beachten

Lesetipps
Ein Mann liegt im Bett und schaut auf sein Handy.

© Andrii Lysenko / Stock.adobe.com

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram