Pflegestützpunkte

Berliner Modell kommt bei Bürgern gut an

43.000 Menschen in der Hauptstadt lassen sich jedes Jahr in 35 Pflegestützpunkten informieren - und fast alle sind mit der Beratung sehr zufrieden.

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BERLIN. An der Beratung der Pflegestützpunkte in Berlin gibt es offenbar nicht viel zu meckern. Bei einer Befragung unter 1000 Ratsuchenden war das Gros mit den Beratungsstellen zufrieden.

43.000 Menschen in der Hauptstadt lassen sich jedes Jahr in den 35 Pflegestützpunkten informieren, die vom Land und von den Kassen finanziert werden. Wie ist die Beratung, wird sie von den Angehörigen und Pflegebedürftigen als nützlich gesehen? Das wollte die Gesundheitssenatsverwaltung nun wissen und führte im vergangenen Jahr eine Zufriedenheitsbefragung unter 1000 Besuchern der Pflegestützpunkte durch.

Das Ergebnis fasste die Amtsnachfolgerin von Mario Czaja (CDU), Dilek Kolat (SPD), die sich jetzt Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung nennen darf, folgendermaßen zusammen: "Die Pflegestützpunkte leisten sehr gute Arbeit", sagte sie auf einer Pressekonferenz in Berlin.

98 Prozent sehr zufrieden bis zufrieden

Fast 98 Prozent der Befragten waren der Auswertung zufolge mit der Kompetenz der Berater sehr zufrieden bis zufrieden. Auch waren fast alle der Meinung, dass die Informationen für ihre Situation passten, 92 Prozent lobten die Unabhängigkeit der Beratung.

Im Zusammenhang mit der Vorstellung der Umfrageergebnisse kündigte Kolat an, das Thema Pflege "mehr als bisher" in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen zu wollen. Sie wolle sich für eine bessere Ausbildung, für bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung der Beschäftigten einsetzen. "Hier müssen wir dringend aktiv werden, um den Fachkräftemangel abzuwenden", so Kolat.

In Berlin gibt es den Angaben zufolge derzeit 116.000 Pflegebedürftige, 75 Prozent werden zu Hause betreut, 51 Prozent der Pflegebedürftigen werden ausschließlich durch Angehörige gepflegt. In der Pflege arbeiten rund 42.000 Beschäftigte. (juk)

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