Berufspolitik

Berliner Senat sieht Gesundheitswirtschaft als sichere Bank

BERLIN (hom). Der rot-rote Senat von Berlin sieht in der Gesundheitswirtschaft einen wichtigen Wachstumsmarkt. "Gesundheit ist ein Top-Thema der Senatspolitik und ein Zukunftsthema für Berlin", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) aus Anlass des fünfjährigen Bestehens von "Gesundheitsstadt Berlin".

Veröffentlicht: 11.05.2009, 09:00 Uhr

In Berlin gingen heute schon mehr als 180 000 Menschen einem Erwerb im Gesundheitssektor nach. Sie würden einen Jahresumsatz von rund 14 Milliarden Euro erwirtschaften - das seien etwa zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts in der Region, berichtete Wowereit. "Wenn uns die Wirtschafts- und Finanzkrise nicht ganz so hart treffen sollte wie den Rest der Republik, dann auch wegen der hervorragenden Aufstellung unserer regionalen Gesundheitswirtschaft", sagte der SPD-Politiker.

Unternehmen wie Bayer-Schering, Pfizer, Berlin Chemie, Sanofi-Aventis oder Helios seien in der Hauptstadt "stark präsent". Sie profitierten von einer hohen Dichte an wissenschaftlichen Einrichtungen, aber auch von der gelungenen Vernetzung der Gesundheitsakteure untereinander, so Wowereit. Dazu habe auch der Verein Gesundheitsstadt Berlin beigetragen. Der Verein wurde 2004 von Berlins ehemaligem Senator für Gesundheit und Soziales, Ulf Fink, als zivilgesellschaftliches Netz gegründet. Mittlerweile gehören ihm etwa 170 Institutionen und Einzelpersonen aus der Gesundheitsbranche an.

Gerade bei der Qualität von Medizin und Pflege habe der Verein einiges geleistet, lobte Wowereit. "Ich denke vor allem an die Klinik- und Heimvergleiche, die unser Gesundheitssystem transparenter machen und die zum Wettbewerb anspornen." Gesundheitsanbieter hätten begriffen, dass sie nur im Vergleich bestehen. "Die Patienten sind kritischer und anspruchsvoller geworden. Das muss sich selbstverständlich auch in der Qualität der einzelnen Einrichtungen widerspiegeln."

Berlins öffentliche Kliniken werden laut Wowereit mit rund 54 Millionen Euro vom zweiten Konjunkturprogramm des Bundes profitieren. Dieses Geld brauche die Stadt - etwa zur Sanierung des finanziell klammen Uniklinikums Charité. "Dort sind riesige Investitionsvolumina notwendig." Zunächst habe der Senat mit einem Bedarf von 300 Millionen Euro geplant. "Nun befinden wir uns in weit höheren Dimensionen." Der Charité-Vorstand beziffert den Bedarf auf rund 600 Millionen Euro.

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