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Beschneidung: Warnung vor psychischen Folgen

BERLIN (sun). Die Deutsche Psychotherapeutenvereinigung hat bei dem Thema Beschneidung bei Jungen vor einem politischen Schnellschuss gewarnt.

Veröffentlicht:

Schließlich könne sich eine aus religiösen Gründen vorgenommene Beschneidung langfristig auf die Psyche der Jungen auswirken. Das schreibt der Verband in einem offenen Brief an Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP).

Das Kölner Landgericht hatte vor drei Wochen einen Proteststurm ausgelöst, als es die Beschneidung eines minderjährigen Jungen als Körperverletzung wertete.

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Kommentare
Dr. Karlheinz Bayer 27.07.201208:54 Uhr

Penisneid? Vorhautneid? Vorurteil?

Ich habe den Brief der Psychotherapeutenvereinigung nicht im Original gesehen, aber wenn das der Tenor ist, "könnte sich langfristig auf die Psyche des Jungen auswirken", frage ich mich, auf welcher Basis diese Aussage getroffen werden kann, außer auf der Basis der Spekulation.
Es gibt weder vereinzelt noch insbesondere gehäuft oder gar regelmäßig psychische Defekte nach einer Entfernung der Vorhaut, sieht man von der stetigen Frage der kleinen und großen Jungen ab, wer den längsten, den dicksten, den aufrechtesten Penis habe und am weitesten pinkeln kann.

Will die Psychotherapeutenvereinigung am Ende ein Experiment in Sachen selbsterfüllender Prophezeiung machen, daß sich jetzt haufenweise oder vereinzelt, aber egal Männer melden, die immer schon den Verlust ihrer Vorhaut beklagt haben?

An Frau Leutheusser-Schnarrenberger gerichtet, sie solle im übertragenen wie im sprichwörtlichen Sinn die Kirche im Dorf lassen.
Hier entseht ein Sommerloch mit dem Epizentrum in Köln. Wenn es eine Lachnummer bleibt, umso besser, wenn wir uns aber medizinisch und psychotherapeutisch zu blamieren beginnen, dann Stopp.

Dr.Karlheinz Bayer, Bad Peterstal

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