Bessere Versorgung für sterbenskranke Kinder

MÜNCHEN (sto). Als erstes Bundes-land will Bayern eine flächendeckende palliativmedizinische Versorgung für schwerkranke Kinder sicherstellen. Sechs Kinderpalliativteams sollen bayernweit die Versorgung gewährleisten.

Veröffentlicht:

In Bayern leiden nach Angaben des Gesundheitsministeriums etwa 2700 Kinder an einer lebensverkürzenden Erkrankung. Etwa 600 Kinder ster-ben jährlich an solchen Krankheiten. Um die betroffenen Familien in die-ser Situation zu unterstützen, haben einige wenige Kinderkliniken in Bayern Möglichkeiten geschaffen, um die Betreuung schwerkranker und sterbender Kinder auch nach einer Entlassung aus der Klinik zu Hause sicherzustellen.

Vor diesem Hintergrund habe er ein Konzept entwickeln lassen, das die Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen in Bayern weiter verbessern soll, erklärte Gesund-heitsminister Markus Söder vor der Presse in München. "Familien mit unheilbar kranken Kindern sollen überall fachkundige Hilfe und Unterstützung bekommen - zuhause und im Krankenhaus", sagte Söder.

Die geplanten Kinderpalliativteams sollen aus jeweils drei speziell geschulten Kinderärzten, drei Pflegekräften sowie psychosozialen Mitarbeitern bestehen, kündigte Söder an. Die Teams sollen mit den jeweiligen Ärzten, Kliniken, Pflegediensten und Hospizvereinen vor Ort eng zusammenarbeiten. Als weiteren wichtigen Baustein des bayerischen Konzepts nannte Söder die Kinderpalliativstation an der Universität München, die neben der häuslichen Betreuung auch eine stationäre Palliativversorgung sicherstellt, betonte Söder. Die Kinderpalliativstation werde eng an die Stiftungsprofessur für Palliativmedizin angebunden.

Das Konzept zur Palliativversorgung beruht auf einem Vorschlag der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Palliativmedizin in Bayern. Es ist mit den Krankenkassen abgestimmt.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Pro & Contra

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?

Herzchirurg mit Installateurfirma

Das Doppelleben des Dr. Jean-Philippe Grimaud: Arzt und Klempner

Lesetipps
Endoskopische Auffälligkeiten bei der Colitis ulcerosa

© Gastrolab / Science Photo Library

Interview

Das ist neu in der S3-Leitlinie Colitis ulcerosa

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?

© Gina Sanders / stock.adobe.com

Pro & Contra

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?