Direkt zum Inhaltsbereich

Bitte impfen lassen! Werbeaktion im Nordosten

Immer weniger Jugendliche nehmen in Mecklenburg-Vorpommern an Vorsorgeuntersuchungen teil. Ein Pilotprojekt soll helfen, die Impfraten zu steigern.

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:

ROSTOCK. Mecklenburg-Vorpommern startet ein Pilotprojekt zur Steigerung der Impfraten. Angesprochen werden Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren. "Bei Jugendlichen ist die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen schlecht. Auch in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnen wir einen rapiden Rückgang", sagte Dr. Andreas Crusius.

Der Präsident der Landesärztekammer-Vorpommern stellte zusammen mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) und der KV Mecklenburg-Vorpommern ein zweiteiliges Pilotprojekt vor, um die Beteiligung in dieser Altersgruppe zu verbessern.

Derzeit verfügt nicht einmal jeder zweite Jugendliche im Land über einen altersgerechten Impfstatus, mit rückläufiger Tendenz. Die J1-Vorsorgeuntersuchung im Alter von zwölf bis14 Jahren wird von weniger als 40 Prozent der Jugendlichen in Anspruch genommen.

Für das Projekt werden alle Schüler der sechsten Klassen in Schwerin, Greifswald und Bad Doberan schriftlich an die J1-Vorsorgeuntersuchung und an die empfohlenen Impfungen erinnert. Um die Altersgruppe zielgruppengerecht ansprechen zu können, wurde zusammen mit dem Deutschen Grünen Kreuz ein entsprechender Flyer entwickelt.

Im zweiten Teil der Aktion werden in Rostock, Güstrow und Parchim Elternbriefe zur Erinnerung an die Haushalte aller Kinder verteilt, die aktuell ihren zwölften Geburtstag feiern. Mit den beiden Aktionen werden zusammen 3700 Kinder der relevanten Altersgruppe erreicht.

Ausgewertet werden beide Aktionen über die bei der KV abgerechneten J1 Untersuchungen im ersten Halbjahr 2011. "Das ermöglicht uns einen Vergleich, welche Aktion mehr Erfolg bringt", sagte Dr. Martina Littmann vom LAGuS.

Obwohl der Nordosten im bundesweiten Vergleich im Spitzenbereich liegt, machen sich die Verantwortlichen auch in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend Sorgen um die Durchimpfungsrate.

Professor Christel Hülße vom Präventionsausschuss der Ärztekammer warnte davor, sich wegen guter Quoten bei Kleinkindern auf der sicheren Seite zu fühlen. "Wir sollen uns im guten Impfschutz der kleinen Kinder", stellte Hülße klar. Nach ihrer Ansicht fehlen der Bevölkerung prominente Vorbilder.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Ausschuss-Anhörung

Durcheinander 2.0 beim Projekt Notfallversorgung: Wer hat den Hut auf?

Das könnte Sie auch interessieren
Vier Einwände von Herzpatienten im Evidenzcheck

© imran kadir photography | Getty Images

Impfskepsis in der Praxis

Vier Einwände von Herzpatienten im Evidenzcheck

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Gut organisiert in die Grippesaison starten

© Abraham Gonzalez Fernandez | Getty Images

Impfmanagement

Gut organisiert in die Grippesaison starten

Anzeige | Viatris Germany GmbH
„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

© SrdjanPav | Getty Images

Impfkommunikation

„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

© Springer Medizin Verlag GmbH

Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview zum Urologie-Kongress

Wie wird KI die Urologie verändern, DGU-Präsidentin Krege?

An der Spitze des Gemeinsamen Bundesausschusses

G-BA-Vorsitzende Sonja Optendrenk sieht sich als Streiterin der Selbstverwaltung

Lesetipps
Ältere Frau bei einer Psychiotherapie

© Herbie / Fotolia

Multimodale Therapie

Dystonien: Welche alternativen Therapieansätze gibt es?

Smartphones mit Gemini und Chat-GBT

© Lorenzo Di Cola | NurPhoto / picture alliance

Künstliche Intelligenz

Warum die KI eine Hausärztin fälschlicherweise für tot erklärte

Eine ältere Frau stützt ihr Gesicht mit ihren Händen ab.

© Alexey Klementiev / photos.com

Risikofaktoren im Blick

So spüren Sie eine Post-Stroke-Depression auf