Direkt zum Inhaltsbereich

Bürger zahlen 3000 Euro für Gesundheit

BERLIN/WIESBADEN (ble). Die Deutschen haben 2006 rund 245 Milliarden Euro oder 2970 Euro pro Kopf für ihre Gesundheit aufgewendet. Die Ausgaben stiegen im Vergleich zu 2005 um 2,4 Prozent oder 5,7 Milliarden Euro.

Veröffentlicht:

Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt blieb mit 10,6 Prozent dabei nahezu stabil.

Mit 118,6 Milliarden Euro entfiel fast die Hälfte (48,4 Prozent) der von GKV und PKV und der von den Bürgern privat erbrachten Aufwendungen auf den ambulanten Sektor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gestern mitteilte. Größter Ausgabenposten waren hier die Arztpraxen. Mit einem Plus von 3,7 Prozent entfielen 2006 rund 36,4 Milliarden Euro auf diesen Bereich. Das sind 14,9 Prozent aller Ausgaben. 2005 waren es 35,1 Milliarden Euro.

Die Ausgaben für Arztpraxen steigen um 3,7 Prozent.

Für den teilstationären und stationären Sektor (Kliniken, teil- und vollstationäre Pflege, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen) gaben die Bundesbürger 2006 rund 90,1 Milliarden Euro aus. Das waren knapp 37 Prozent an allen Ausgaben. Größter Ausgabenposten mit 63,9 Milliarden Euro waren hier die Krankenhäuser.

Für die Honorare von Ärzten und Zahnärzten sowie die Gehälter von Klinikärzten gaben die Deutschen insgesamt 66,4 Milliarden Euro oder rund jeden vierten Euro aus. Hier verzeichneten die Statistiker einen Anstieg von 3,2 Prozent. Die Ausgaben für Arzneimittel betrugen 39,6 Milliarden Euro, Hilfsmittel schlugen mit 10,9 Milliarden Euro zu Buche.

Bei der Prävention und im Gesundheitsschutz stiegen die Ausgaben überdurchschnittlich um 4,4 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro. Grund sind laut Statistischem Bundesamt gestiegene Ausgaben für Früherkennung und Vorsorgen.

Bei den Kostenträgern dominiert weiter die GKV mit knapp 140 Milliarden Euro, gefolgt von den privaten Haushalten mit 33,3 Milliarden Euro. Die PKV gab 22,5 Milliarden aus.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Bundesamt für Soziale Sicherung

Kampf gegen Upcoding: Kassenaufsicht gelähmt von Bürokratie

Praxiswissen und Innovation

Neuauflage des Tages der Privatmedizin am 21. November

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Für wenige Hundert Euro im Jahr

Warum Ärzte über eine Cyberversicherung nachdenken sollten

Expertenkonsens

Von Pemphigus bis SJS: Was tun gegen die Blasen im Mund?

Lesetipps
An Asian senior man’s hand relax on the bed side while sleeping

© Reagan Liew Zhi Sin / Getty Images / iStock

Pflichten, Abrechnung und Angehörigenwünsche

Worauf es bei der ärztlichen Leichenschau ankommt

Nahaufnahme wie ein Dermatologe die Muttermale des Patienten mit einem Dermatoskop untersucht.

© Andrej Zhernovoj / stock.adobe.com

Vergleich mit Dermatologen

Künstlich intelligente Melanom-Diagnostik scheint verlässlich