Bluterskandal

Bund gibt zehn Millionen Euro für HIV-Infizierte

Über 500 Betroffene des Bluterskandals leben noch. Doch der Stiftung, die sie unterstützen sollte, drohte das Aus. Jetzt schießt der Bund Hilfen bis 2017 zu.

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BERLIN. Der Bund gibt weitere zehn Millionen Euro für die Opfer des sogenannten Bluterskandals, die in den 1980er Jahren durch kontaminierte Gerinnungspräparate mit HIV infiziert worden waren. Das teilte die SPD-Abgeordnete Bärbel Bas nach den Haushaltsberatungen am Freitag in Berlin mit.

Bas ist Mitglied im Rat der Stiftung "Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierte Personen", aus der die betroffenen Hämophilie-Patienten Hilfen erhalten. Die Finanzspritze sichere Leistungen für die Betroffenen und ihre Familien bis 2017.

Auch die anderen Stifter - die Länder, die Pharmaindustrie und das Rote Kreuz - seien nun in der Verantwortung, die Stiftung auch nach 2017 ausreichend mit Geld ausstatten, sagte Bas.

Mehr als 1000 Betroffene starben damals. Noch leben rund 550 direkt Betroffene, auch Angehörige erhalten Leistungen. Die Präparate waren damals trotz Erkenntnissen über Gefahren spät vom Markt genommen und Risiken heruntergespielt worden. 1995 wurde die Stiftung gegründet. (dpa)

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