Impfkampagne

Bundesländer wollen Betrieb überregionaler Corona-Impfzentren einstellen

Einem Medienbericht zufolge werden viele der überregionalen Impfzentren Ende September dichtgemacht. NRW etwa will das Impfen gegen COVID-19 regelhaft in die Arztpraxen verlagern.

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Berlin. Die rund 450 Impfzentren der Länder dürften schon bald der Vergangenheit angehören. Spätestens mit dem Auslaufen der Finanzierung durch den Bund Ende September würden viele Bundesländer den Betrieb der Zentren einstellen wollen, berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) am Mittwoch.

Das RND verweist auf eine Umfrage unter den 16 Landesgesundheitsministerin. Demnach werde „voraussichtlich kein Land seine zentralen Impfstellen über Ende September hinaus auf eigene Kosten betreiben“.

Nordrhein-Westfalen etwa habe angegeben, nach der Schließung der Zentren das Impfen regelhaft in die Arztpraxen übergehen zu lassen. Thüringen betont laut Bericht, auf mehr niedrigschwellige Angebote zum Impfen setzen zu wollen.

Bund zur Hälfte an Kosten beteiligt

Der Bund beteiligt sich zur Hälfte an den Kosten der Impfzentren. Die Finanzierung läuft laut Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums zum 30. September aus. Die Gesundheitsministerkonferenz hatte Ende Juni beschlossen, die nationale Impfstrategie neu auszurichten.

Demnach sollen verstärkt mobile Impfteams zum Einsatz kommen. Die Zentren selber sollen entweder geschlossen oder teilweise heruntergefahren werden. Einige Länder machen die Zentren bereits Ende August dicht. (hom)

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