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Nordrhein-Westfalen

CDU und FDP setzen auf Hausärzte

Koalitionsvertrag steht: Karl-Josef Laumann ist Top-Kandidat für Posten des Gesundheitsministers.

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KÖLN. In Nordrhein-Westfalen haben sich CDU und FDP schneller als erwartet auf die Grundzüge ihrer künftigen Regierungszusammenarbeit geeinigt. Schon am Freitag wollen sie den Koalitionsvertrag der Öffentlichkeit vorstellen.

Nach der erwarteten Zustimmung der zuständigen Parteigremien soll Armin Laschet (CDU) am 27. Juni zum neuen Ministerpräsidenten gewählt werden. Dann werden auch die Mitglieder des künftigen Kabinetts vorgestellt.

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Karl-Josef Laumann gilt nach wie vor als heißester Kandidat für den Posten des Gesundheitsministers. Der CDU-Politiker wird wohl wie schon in den Jahren 2005 bis 2010 einem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales vorstehen.

Hausärztliche Versorgung soll angegegangen werden

In der Verhandlungsrunde zum Thema Gesundheit hatten CDU und FDP dringenden Handlungsbedarf im Bereich der hausärztlichen Versorgung festgestellt. Sie hatten sich darauf verständigt, an allen medizinischen Fakultäten in NRW Lehrstühle für Allgemeinmedizin zu installieren.

In Bielefeld soll eine neue medizinische Fakultät entstehen, die einen Schwerpunkt in der Allgemeinmedizin hat. Für sie will Schwarz-Gelb zunächst 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Die neue Regierung will die Zahl der Medizinstudienplätze erhöhen und eine Landarztquote einführen: Zehn Prozent der Studienplätze sollen Studierende erhalten, die sich verpflichten, nach dem Studium für eine gewisse Zeit in eine unterversorgte Region zu gehen. CDU und FDP setzen auf eine Klinikplanung nach Qualitäts- und Kooperationskriterien. Wie hoch eine mögliche Erhöhung der Investitionsfinanzierung ausfallen wird, ist noch nicht bekannt. (iss)

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