Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Charité im Regen

Angela MisslbeckVon Angela Misslbeck Veröffentlicht:

Eine neue Landesbibliothek und eine Kunsthalle sind für Berlin wichtiger als die Sanierung der Charité. In Klassenzimmer darf es nicht reinregnen, in Krankenzimmer schon. Das Land macht zwar Schulden von mehreren Milliarden Euro, aber nicht für die Charité. So lassen sich die Ergebnisse der Klausur des Berliner Senats lesen. Die größte Uniklinik in Europa genießt zwar in der Welt einen großen Ruf, scheinbar aber nicht bei den Politikern vor ihrer Haustür. Die stören sich nicht weiter daran, dass bereits Regenrinnen im Inneren des maroden Bettenhochhauses in Mitte installiert werden mussten.

Hat die Berliner Politik nicht verstanden, dass die Uniklinik das Land nicht nur Geld kostet, sondern ihm auch jede Menge Wirtschaftsleistung bringt - sei es direkt durch Drittmittel oder indirekt durch die wachsende Gesundheitswirtschaft Berlins? Die Charité steht als Leuchtturm und Marke im Zentrum des wichtigsten und produktivsten Wirtschaftszweigs der Hauptstadt. Sie sendet wesentliche Signale für Industrieansiedlungen wie etwa den Umzug von Pfizer nach Berlin.

Die "Gesundheitshauptstadt Berlin" verkommt zum Lippenbekenntnis, wenn der Senat nicht bald mit Taten deutlich macht, was ihm die Charité bedeutet.

Lesen Sie dazu auch: Streit um Konzepte und Geld für Sanierung: Ist die Zukunft der Charité gefährdet?

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten

Lesetipps
Es muss nicht immer die ganze Packung sein. Bei Abklingen der Symptome reicht oft eine kürzere Dauer der Antibiotikatherapie.

© umang / stock.adobe.com

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann

Ab in den Urlaub! Doch vorher sollte je nach Reiseziel der Impfstatus hinsichtlich Hepatitis A gecheckt werden.

© Henrik Dolle / stock.adobe.com

Virushepatitis im Urlaub

Hepatitis auf Reisen: Wie schützen und wen?

Mehrere Menschen im Gespräch

© Jacob Lund / stock.adobe.com

Wohlbefinden stärken

Wie sich psychische Erkrankungen im Praxisteam vorbeugen lassen