Entlastungsgesetz

Corona-Maßnahmen für Krankenhäuser umgesetzt

Krankenversicherer und Deutsche Krankenhausgesellschaft haben sich auf Vorgehen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie geeinigt.

Veröffentlicht:
Viele Krankenhäuser müssen wegen der Coronaviruspandemie umdisponieren. Sie sind auf Zuwendungen durch das Krankenhausentlastungsgesetz angewiesen.

Viele Krankenhäuser müssen wegen der Coronaviruspandemie umdisponieren. Sie sind auf Zuwendungen durch das Krankenhausentlastungsgesetz angewiesen.

© upixa / stock.adobe.com

Berlin. Die wesentlichen Elemente des Rettungsschirmkonzepts aus dem Krankenhausentlastungsgesetz haben die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der GKV-Spitzenverband und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) nach eigenen Angaben umgesetzt. Dabei gehe es vor allem darum, Einnahmeausfälle durch die Coronavirus-Pandemie auszugleichen, zusätzliche Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit sowie die Beschaffung von Schutzausrüstungen für Ärzte und Pflegekräfte zu finanzieren, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Ausgleichszahlung von 560 Euro pro Tag

Da die Krankenhäuser dazu übergegangen sind, planbare Behandlungen soweit wie möglich zurückzufahren, um das Infektionsrisiko zu senken und Platz für intensivmedizinische Versorgung zu schaffen, drohen ihnen massive Einnahmeeinbußen. Für jeden im Vergleich zum Vorjahr nicht behandelten Patienten erhalten diese Kliniken nun eine Ausgleichszahlung von 560 Euro pro Tag. Die Gelder werden von der Bundesregierung bereitgestellt und über die Liquiditätsreserve im Gesundheitsfonds vorfinanziert. Die Krankenhäuser können die Mittel wöchentlich über die Bundesländer abrufen. Für jedes von der Landesbehörde genehmigte zusätzlich aufgebaute Intensivbett mit Beatmungsmöglichkeit erhalten die Kliniken 50.000 Euro.

Das Bundesamt für Soziale Sicherung, das den Gesundheitsfonds verwaltet, zahlt das Geld an die Bundesländer und diese geben sie an die betreffenden Krankenhäuser weiter.

Corona-Zuschlag von 50 Euro pro Patient

Darüber hinaus erhalten die Kliniken für jeden Patienten, der zwischen dem 1. April und dem 30. Juni dieses Jahres aufgenommen wird, einen Zuschlag von 50 Euro aus den Kassen von PKV und GKV. So sollen Corona-bedingte Preis- und Mengensteigerungen, vor allem für die Beschaffung der Schutzausrüstungen, finanziert werden.

Zudem wurde vereinbart, dass die Krankenhäuser ab dem 1. April einen erhöhten vorläufigen Pflegeentgeltwert in Höhe von 185 statt 146 Euro abrechnen können. Auch diese Gelder kommen von GKV und PKV, in deren Zuständigkeit das Pflegepersonalbudget fällt. Im Krankenhausentlastungsgesetz ist geregelt, dass der erhöhte Betrag auch dann bei den Krankenhäusern verbleibt, wenn keine Pflegepersonalausgaben in gleicher Höhe entstanden sind. (chb)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Verschiedene Gesichter

© Robert Kneschke / stock.adobe.com / generated with AI

Seltene Erkrankungen

GestaltMatcher – Per Gesichtsanalyse zur Orphan Disease-Diagnose

Künstliche Intelligenz gilt auch in der Medizin als Schlüsseltechnologie, mit deren Hilfe zum Beispiel onkologische Erkrankungen stärker personalisiert adressiert werden könnten.

© Kanisorn / stock.adobe.com

EFI-Jahresgutachten 2024 übergeben

KI: Harter Wettbewerb auch in der Medizin

Innovationsforum für privatärztliche Medizin

Tag der Privatmedizin 2023

Innovationsforum für privatärztliche Medizin

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Richtig handeln bei Infektionen

Drei Mythen bei der Antibiotika-Therapie auf dem Prüfstand

Gesundheitskongress des Westens

NRW droht bei Klinikreform mit Gang zum Bundesverfassungsgericht

Lesetipps
Professor Henrik Herrmann

© Sophie Schüler

DGIM-Kongress

Woher kommt das Geld für die ambulante Weiterbildung?

Fruktose-haltige Getränke

© Daxiao Productions / stockadobe.com

Klimawandel

Fruchtsaft schadet Nieren bei großer Hitze